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Anwalt bleibt untätig / Beklagter zahlt nicht


| 21.03.2007 18:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexandros Kakridas



Im Septemer 2006 beauftragte ich einen örtlichen Fachanwalt für Arbeitsrecht mit der Durchsetzung meiner Ansprüche gegen einen ehemaligen Arbeitgeber. Diese Ansprüche (~900 €) wurde zum größten Teil und zu meiner Zufriedenheit durchgesetzt. Im Dezember 2006 avisierte dieser ehemalige Arbeitgeber schriftlich die Überweisung des offenen Betrags. Mit dieser Ankündigung erhielt ich bereits eine korrigierte Lohnabrechnung.
Annähernd zeitgleich erhielt ich von meinem Rechtsanwalt ein abschließendes Schreiben mit der Informationsrückfrage, ob ich ein Arbeitszeugnis begehre, respektive, ob das Geld zu meinen Gunsten eingetroffen ist. Er erklärte ebenfalls, daß er bereits mit der Rechtsschutzversicherung abgerechnet habe.
Da trotz der Ankündigung des Geldes keine Zahlung geleistet wurde, wartete ich bis Mitte Januar um erstens dem ehemaligen Arbeitgeber die Chance zu geben, den Jahreswechsel buchhalterisch zu verarbeiten und zweitens um einen Krankenhausaufenthalt hinter mich zu bringen.
Nach dieser Zeit rief ich in der Kanzlei an um die Nichtzahlung mitzuteilen und um zu erklären, daß ich Anspruch auf ein Arbeitszeugnis erhebe. Die Sekretärin, die den Anruf entgegennahm, versicherte mir, daß sie Herrn *** nach seinem momentanen Klientengespräch unterrichten wird, daß ich um Rückruf gebeten habe. Dieser Bitte wurde weder damals, noch vor einigen Tagen, als sich der gleiche Vorgang wiederholte, entsprochen.

Nun meine Fragen: Wie komme ich an mein Geld bzw. ist mein Rechtsanwalt verpflichtet diese Sache weiterhin zu verfolgen?
Was kann ich unternehmen, wenn der Rechtsanwalt dieser Pflicht unterliegt und weiterhin untätig bleibt?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Falls Sie ein rechtskräftiges Urteil gegen Ihren Arbeitgeber erwirkt haben und dieser sich weigert zu bezahlen, können sie, basierend auf dem Urteil, die Zwangsvollstreckung gegen ihn einleiten lassen.

Hierzu müssen sie, neben dem Antrag zur Zwangsvollstreckung, eine vollstreckbare Ausfertigung des Urteils (sog. Klausel) anfertigen lassen und diese dem Arbeitgeber zustellen.

Die Klausel können Sie selbst bei der Geschäftsstelle des Gerichts, das das Urteil erlassen hat, beantragen oder dies von einem Anwalt Ihrer Wahl vornehmen lassen.

Vorher könnten Sie ihren Arbeitgeber mittels eines Schreibens letztmalig mit Fristsetzung zur Zahlung auffordern.

Bezüglich Ihrer zweiten Frage, sollten Sie Ihren Anwalt zunächst erneut versuchen zu erreichen. Möglicherweise ist er einfach wegen Überlastung oder aus sonstigen Gründen, welche nicht in Ihrer Person liegen, verhindert sie zu kontaktieren.

Sie sollten Ihn aber mittels eines Faxes oder einer email persönlich ansprechen und Ihre Situation schildern und auf die Dringlichkeit der Rückmeldung hinweisen.

Falls Ihr Anwalt sich hierauf nicht meldet, könnten Sie die Einschaltung der zuständigen Rechtsanwaltskammer in Betracht ziehen, bei der Sie Ihr Anliegen schildern können. Oft kann hierüber eine Klärung der Situation herbeigeführt werden.

Falls der Anwalt Unterlagen, welche Sie für eine mögliche Zwangsvollsteckung benötigen, in seinem Besitz hat, so können Sie diese herausverlangen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Alexandros Kakridas
- Rechtsanwalt –

Westerbachstraße 23 F
61476 Kronberg i.Ts.

Fon : 06173 – 70 29 06
Fax : 06173 – 70 28 94

@: kakridas@recht-und-recht.de
web: www.recht-und-recht.de

Nachfrage vom Fragesteller 21.03.2007 | 21:38

Danke für die schnelle Antwort.

Meine Frage, ob der bisherige Anwalt verpflichtet ist, die Angelegenheit weiter zu verfolgen, ist jedoch nicht ausreichend beantwortet. Fallen die anstehenden Tätigkeiten unter Betrachtung der zuvor geschilderten Umstände noch in dieses Mandat? Um Klartext zu sprechen gehe ich davon aus, daß es ihm einfach nicht lukrativ genug ist/war. Diesen Eindruck habe ich an mehreren Stellen gewinnen können.
Besteht grundsätzlich die Möglichkeit, meinen bisherigen Anwalt für den entgangenen Betrag haftbar zu machen, wenn das Unternehmen nachweislich im Zeitraum oder kurz nach den telefonischen Nachfragen Insolvenz angemeldet hat? Ich gehe dabei davon aus, daß eine rechtzeitige Handlung erfolgreich gewesen wäre.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.03.2007 | 13:22

Sehr geehrter Fragesteller/in,

bei einer angestrebte Zwangsvollstreckung würde es sich (auch gebührenrechtlich) um eine neue Sache handeln.

Diesbezüglich wäre Ihr Anwalt nicht verpflichtet, die weitere Verfolgung vorzunehmen, es sei denn Sie hätten ihn bereits (im Vorfeld) mit einer zukünftigen Zwangsvollstreckung beauftragt.

Eine Verpflichtung wäre dann unabhängig von der Höhe der Anwaltsgebühren entstanden.

Falls nicht können Sie einen anderen Anwalt Ihrer Wahl mit der Sache beauftragen oder diese selbst durchführen lassen.

Falls Sie Ihren Anwalt verpflichtet hätten die Angelegenheit weiter zu verfolgen und Ihnen würde nachweislich durch fehlende Maßnahmen ein Schaden entstanden sein (so z.B durch Insolvenz Ihres ehemaligen Arbeitgebers) so käme ein Haftungsfall in Betracht.

Aber auch bei fehlender Verpflichtung - falls durch seine Unereichbarkeit eine Verzögerung der nachfolgenden Maßnahmen ( z.B hierfür benötigte Unterlagen, welche sich bei dem Anwalt befinden und diese zu spät oder gar nicht herausgegeben werden) und Sie dadurch ein Schaden erleiden, könnte grundsätzlich ( bei Vorliegen aller sonstiger Vorausetzungen für einen Schadensersatzanspruch) eine Haftung gegeben sein.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine rechtliche Orientierung vermittelt zu haben und

wünsche Ihnen für die Zukunft viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Alexandros Kakridas
- Rechtsanwalt -

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