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Anwalt Kündigung


03.03.2015 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe seit 2007 ein Beweisverfahren laufen, wofür der damalige Anwalt seine Kosten
in Höhe von 2300 Euro festsetzte und die auch beglichen wurden. Da ich einen Rechtsschutz
besitze, wurde dann von diesem weitere Kosten übernommen, außer bei genehmigungs-pflichtigen Bauten. Wir haben jetzt bereits den 4 Anwalt von derselben Kanzlei und diese
Anwältin sandte uns jetzt eine Kostenrechnung über weitere 4.300 Euro mit einer Rechnung,
die für uns überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Wir baten sie, uns die Rechnung prüffähig
darzulegen, keinerlei Reaktion. Heute erhielten wir von ihr eine E-Mail, wo sie uns androhte
innerhalb von 2 Wochen zu zahlen, oder sie würde das Mandat niederlegen und uns den
Gerichtsvollzieher vorbei schicken. Das Problem ist aber, wir haben in zwei Wochen
zwei anberaumte Verhandlungstermine beim Amtsgericht und Landgericht, und diese müssen
wahrgenommen werden. Und ich möchte und kann die Kosten nicht zahlen, da sie Sache des REchtsschutzes ist, welchen die Anwältin aber ihre Kosten nicht zusendet. Auch ist aber
auch die Zeit zu kurzfristig, um einen neuen Anwalt zu beauftragen, die Termine wahrzunehmen. Was kann man hier tun, bzw. findet hier das Urteil vom BGH - IX ZR 138/11 Anwendung und macht sich die Anwältin strafrechtlich verantwortlich, wenn sie
so kurz vor den Verhandlungen mit einer Kündigung droht. Stehen ihr dann überhaupt
noch irgendwelche Kosten zu, wenn ich aufgrunddessen gezwungen bin, mir einen neuen
Anwalt zu nehmen. Vielen Dank
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich darf ein Anwalt das Mandat niederlegen, wenn seine Rechnung nicht bezahlt wird. Rechnungsschuldner ist immer der Mandant und nicht die Rechtsschutzversicherung.

Allerdings ist eine Mandatsniederlegung zur Unzeit unzulässig - etwa, wenn dies vor Ablauf einer Frist oder vor einem wichtigen Gerichtstermin ist, und sich kein neuer Anwalt in kurzer Zeit in die Akte einarbeiten kann.

Legt der Anwalt in einem solchen Fall dann trotzdem das Mandat nieder und entsteht dem Mandanten dadurch ein Schaden, macht er sich regresspflichtig. Darauf sollten Sie die Anwältin hinweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 03.03.2015 | 23:05

Vielen Dank für ihre Antwort. Es ist nicht so, daß wir nicht zahlen
wollen, wir haben aber eine Rechnung erhalten, welche für uns nicht
nachvollziehbar ist, es sind z.B. Kosten enthalten, von einer Klage, die
es noch garnicht gibt. Auf jeden Fall verlangten wir eine prüffbare
Rechnung, die wir aber nicht erhalten. Wir können doch nicht für eine
Rechnung zahlen, die keiner nachvollziehen kann. Ist die Anwältin ver-
pflichtet, die Rechnung prüffbar darzulegen und erst danach muss gezahlt
werden, oder müssen wir schon vorab für eine nicht nachvollziehbare Rechnung zahlen und wenn sie trotzdem kündigt, müssen dann überhaupt
irgendwelche Kosten getragen oder geht der Anwalt dann komplett "leer"
aus ? MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2015 | 14:52

Die Kollegin sollte Ihnen die Rechnung schon erläutern. Wenn die Rechnung aber formell und inhaltlich korrekt ist, werden Sie zahlen müssen und die Kollegin ist dann auch bei Nichtzahlung trotz Fristsetzung zur Niederlegung des Mandates berechtigt - natürlich aber nicht zur Unzeit, wie ich bereits dargelegt habe.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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