Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anwalt-Gebührenverordnung


21.02.2005 22:21 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



Bezüglich einer Kündigungsklage ( Arbeitgeber hat Kündigung ausgesprochen, obwohl Arbeitnehmerin schwanger ist ) hatte ich einen Anwalt beauftragt, um meine Interessen zu vertreten. Die Gebühren, welche ich nach Einigung mit der Gegenpartei zu bezahlen habe, erscheinen mir jedoch recht hoch.
Streitwert waren 7400.- Euro.
Mein Anwalt berechnete mir:
1,3 Verfahrensgebühr §§2, 13 RVG 04, Nr.3100-------->535.- Euro
1,5 Einigungsgebühr §§2, 13 RVG 04, Nr.1000 VV------>618.- Euro
Jeweils plus Umsatzsteuer

Mit dieser Rechnung bin ich eigentlich auch einverstanden, jedoch musste ein zweiter Anwalt zur Wahrung eines Gerichtstermins beauftragt werden, da dies in einer anderen Stadt statt fand. Dieser berechnete mir separat folgendes:

0,65 Terminsvertretung, Verfahrensgebühr §13, Nr.3401,3100 VV
RVG--------------->268.- Euro
1,2 Terminsgebühr §13, Nr. 3402,3104 VV RVG-------->495.- Euro
Jeweils plus Umsatzsteuer

Somit liege ich bei einem Streitwert von 7400.- Euro bei über 2200.- Euro Anwaltskosten (inkl. MwSt). Mein (Haupt)anwalt begründete dies mit der neuen RVG. Ist dies so? Kann der zweite Anwalt fast nochmal soviel verlangen? Oder müßten beide Anwälte eigentlich 50:50 machen? Kann ich einen Teil der Anwaltskosten der Gegenpartei in Rechnung stellen?
Danke im voraus für eine Antwort!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

schon vorweg muss ich Ihnen leider mitteilen, dass die Rechnung der Kollegen im wesentlichen korrekt zu sein scheint.

Für ein gerichtliches Verfahren fallen im Normalfall die
1,3 Verfahrensgebühr und die
1,2 Terminsgebühr an.

Die Terminsgebühr hat hier der zweite Anwalt verdient, da er den Gerichtstermin wahrgenommen hat. Zusätzlich erhält dieser noch die Hälfte der Verfahrensgebühr des ersten Anwalts - aus diesem Grund ist auch die angesetzte 0,65 Verfahrensgebühr korrekt. Der Einigungsgebühr entnehme ich, dass es scheinbar letztendlich zu einem Vergleich gekommen ist. Allerdings ist die Einigungsgebühr von 1,5 auf 1,0 zu reduzieren, wenn ein gerichtliches Verfahren anhängig ist. Dies war hier offensichtlich der Fall, so dass die Einigungsgebühr demnach nur in Höhe von 412.- EUR statt in Höhe von 618.- EUR angefallen ist. Hierauf sollten Sie Ihren Anwalt noch einmal ansprechen. Ansonsten ist die Rechnung rechtlich nicht zu beanstanden.

Da im Arbeitsgerichtsverfahren erstinstanzlich jede Partei Ihre Kosten selbst trägt (§ 12a ArbGG), können Sie auch leider keine Erstattung vom Gegner verlangen.

Es tut mir leid, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER