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Anwalt

12.11.2012 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Sehr geehrte Damen und Herren folgende Frage:

Ich beauftragte Anwalt, ausstehende Lohnzahlungen einzufordern.
So weit so gut + alles unstrittig.

Nun steht im Vertrag, dass Wohnung und An- und Abreise übernommen werden.
Muss dieser Anwalt tatsächlich das genaue Datum der An- und Abreise wissen (im Zweifelsfall Arbeitsbeginn / -ende)? Ich denke, er kann das ganz ohne Datum fordern, es kommt ja wohl auf den Nachweis der Reisekosten oder der km-Pauschale an?

Unterlagen zu den Kosten des zur Verfügung gestellten Quartiers liegen mir nie vor, das bucht der AG – fertig. Jetzt will besagte Anwalt diesen Nachweis von mir.
Ich teilte ihm mit, dass er dafür das Hotel bzw. den AG anfragen muss.

Benötigt der Anwalt diese Informationen tatsächlich, oder ist es einfach mal wieder ein unfähiges Exemplar?

Ich gehe eigentlich zu einem Anwalt, um den Fall abzugeben, sprich dieser soll ihn übernehmen / regeln, dafür unterzeichne ich ja immerhin die Vollmacht, was ich bei solchen Exemplaren ehrlich gesagt, am liebsten verweigern möchte.
Zunehmend beobachte ich jedoch, dass nicht der Anwalt es ist, der alles im Blick hat, sondern ich. Ich korrigiere die Korrespondenz, auch hinsichtlich der Orthografie und teile auch noch mit, dass lt. ihm vorliegenden Vertrag – er hätte also von selbst darauf kommen müssen, nicht nur Lohn, sondern auch Reisekosten, Urlaub, Unterkunft zu fordern sind.

Meine Frage ist das was der Anwalt an Informationen fordert wirklich normal?
In vorangegangenen Fällen war das alles weniger kompliziert, bzw. wurde selbsttätig gefordert.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Das Datum ist notwendig, um zu beweisen, dass die Reisekosten wegen der Arbeit entstanden ist. Sonst wird die Gegenseite behaupten, dass kein zeitlicher Zusammenhand zwischen Kosten und Arbeit bestehen. Den zeitlichen Zusammenhang müssen Sie beweisen.

Wenn der Anwalt die Erstattung der Kosten für die Wohnung von der Gegenseite fordern soll, muss er die Kosten kennen. Die erste Anlaufstelle für weitere oder detailliertere Informationen ist stets der Mandant. Daher ist es normal, dass der Anwalt Sie wegen der Informationen fragte.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2012 | 21:44

besagter Anwalt hat jetzt für mini-Korrekturen am Entwurf einen Monat benötigt, und der 2. Entwurf ist noch unzutreffender als der 1.
Wenn das Ganze gerichtlich geklärt werden muss habe ich allergrößte Bedenken.
Kann ich dem Anwalt das Mandat entziehen? Er ist allerdings auf Basis eines so genannten Beratungshilfescheines tätig, um zu einem anderen Anwalt gehen zu können, müsst er diesen also zurückgeben...

Strittig: der AG hat vertraglich festgelegt, dass Unterkunftskosten gezahlt werden. Ich erkrankte und musste die gestellte Wohnung räumen, kann ich diese Kosten einfordern?

Der Anwalt meint ja, will jedoch von mir einen Beleg über die Kosten. Wie schräg ist das denn? er konnte meine Frage unmöglich falsch verstehen, mir drängt sich jeoch der Verdacht auf, dass er meint, ich hätte die Wohnkosten vorgestreckt. Das ist nun ganz und gar unüblich und auch nicht der Fall.

Wenn sie mir die Frage nach der Kündigung des Mndats sowie der Forderbarkeit der Wohnkosten noch beantworten könnten - das wäre einfach perfekt!

vielen Dank + viele Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2012 | 23:31

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie können dem Anwalt das Mandat durchaus entziehen, allerdings hat er das Recht, seine Tätigkeit abzurechnen. Dadurch werden Sie dann dem Gericht erklären müssen, wieso Sie einen anderen Anwalt beauftragen möchten. Das ist schwierig bis unmöglich.

Wenn Sie Kosten einfordern möchten, müssen Sie beweisen, dass die Kosten entstanden sind. Daher ist die Frage nach einem Beleg absolut normal. Wenn Sie die Wohnkosten nicht vorgestreckt haben, ist Ihnen auch kein Schaden entstanden, so dass Sie nichts zurückfordern können.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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