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Anwältin nimmt Honorar und reagiert dann nicht mehr


03.04.2006 14:32 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Guten Tag,
ich habe vor mehreren Wochen eine Frage in diesem Forum gestellt, mit dessen Service ich bisher sehr zufrieden war.

Auf meine letzte Frage (www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=*****) habe ich 100.- EUR geboten, die Sache erschien mir sehr dringend und sehr wichtig.

Eine Anwältin bot an, sich der Sache anzunehmen, bat um Rücksprache und behielt sich zugleich vor, über das Honorar nochmal neu zu verhandeln... Als ich kurz danach bemerkte, dass sich meine Frage erübrigt hat, teilte ich dies brieflich mit und bat um Rückerstattung des ausgelobten Honorars. Auf meine Bitte habe ich bis heute (nach 3 Wochen) keine Antwort bekommen, geschweige denn, dass ich das Honorar zurück bekommen hätte.

Abgesehen davon, dass ich diesen Umgangs mit Mandaten ziemlich unhöflich finde, bitte ich um kurze Beurteilung des Sachverhalts, inwieweit rein rechtlich gesehen das Honorar überhaupt schon fällig geworden ist.

Vielen Dank!

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Sehr geehrte Fragestellerin,

es tut sehr mir leid, dass ich Ihnen keine günstigere Auskunft geben kann, aber ich bin der Auffassung, der Kollegin stehen die 100,00 Euro zu.

Ihre Frage lautete, wie Sie wissen:
„...ich suche einen Anwalt der einen Eilantrag stellt/formuliert gegen die Ablehnung eines antrags auf Asyl. Details können telefonisch geklärt werden. Im Prinzip geht es um die Formulierung eines standardantrags, vorrangiges Ziel ist zu verhindern eine eventuell schon abgelaufene Frist zu versäumen.“

Willenserklärungen sind nach ständiger Rechtsprechung so auszulegen, wie sie der Erklärungsempfänger nach Treu und Glauben unter der Berücksichtigung der Verkehrssitte verstehen mußte (BGH 36, 33, BGH 47, 78, BGH 103, 280, BGH NJW 1990, 3206, BGH NJW 1992, 1446.

Dies Forum bietet Ihnen, wie bekannt, die Möglichkeit, Fragen einzustellen, für deren Beantwortung Sie das Honorar selbst bestimmen. Der Vertrag mit dem antwortenden Anwalt kommt dadurch zustande, dass er durch Sperren der Frage für die Bearbeitung und Beantwortung der Frage Ihr Angebot annimmt.

Hinter Ihren oben zitierten Sätzen befindet sich nun kein Fragezeichen. Da es sich hier aber um ein Frageforum handelt, konnte Ihre Mitteilung nur so verstanden werden, dass Sie nach einem Anwalt gefragt haben, der konkret bereit und in der Lage sei, die von Ihnen angestrebten Anträge schnell zu stellen. Für den Nachweis eines Anwalts haben Sie ein Honorar in Höhe von 100,00 Euro versprochen.

Einen solchen Anwalt/Anwältin hat die Kollegin Ihnen genannt, nämlich sich selbst.

Für die konkrete Bearbeitung der Anträge wäre nach meiner Auffassung bei der Kollegin ein gesonderter Honoraranspruch entstanden.

Vielleicht haben Sie mit Ihrer Frage etwas anderes gemeint, aber Sie müssen sich an dem, was Sie tatsächlich zum Ausdruck gebracht haben, festhalten lassen. Nach meiner Auffassung lassen Ihre Willenserklärungen in diesem Sachverhalt keine andere Auslegung zu.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf-Carsten Bonkowski

Nachfrage vom Fragesteller 03.04.2006 | 15:45

Guten Tag,

also jetzt fühle ich mich erst recht verschaukelt. Dass ich 100.- EUR auslobe, damit man mir einen Namen nennt .. da muss man erst darauf kommen!

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass dies ein Forum für juristische Laien ist und dass dies auch berücksichtigt wird.

Wie soll ich jetzt bloß ihre Anwort bewerten? Juristisch gesehen ist sie sicherlich perfekt ..

Ich bitte sie aber auch zu bedenken, dass sie mit dieser Art von Anwort dazu beitragen, dass man sich nicht mehr in eine Kanzlei traut, weil ein falsches Wort gleich ein paar hundert oder 1000 EUR mehr bedeutet ...

Es würde mich schon interessierern, wie Ihre Kollegen oder auch der Betreiber dieses Forums diese Angelegenheit sieht!

Mit den besten Grüßen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.04.2006 | 16:44

Sehr geehrter Fragesteller,,

ich kann sehr gut verstehen, dass meine Antwort Sie frustriert hat.

Aber einen Berater, der Sie nicht berät, sondern Ihnen unabhängig von der Rechtslage mitteilt, dass Sie im Recht sind, wollten Sie doch wohl auch nicht, oder?

Sehen Sie es von der positiven Seite. Meine Auskunft kann Ihnen helfen, weitere kräftezehrende und vielleicht auch kostspielige Auseindandersetzungen mit der Kollegin zu vermeiden.
Und da Sie wohl schon Stammkunde in diesem Forum sind, mag es ein Trost für Sie sein, dass Sie bereits in anderen Fällen unkomplizierten und preiswerten Rat bekommen haben.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf-Carsten Bonkoski

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