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Anwältin hielt sich nicht an die Absprache, ausserdem ohne Vollmacht aktiv

27.07.2018 07:17 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Guten Tag.

Bzgl. meiner anstehenden Scheidung war ich anfangs April zu einer Erstberatung bei einer Anwältin. Anfang Juli war ich dann mit den mittlerweilen vorliegenden Schreiben der Gegenseite und des Jugendamtes wieder bei ihr. Dies war an einem Dienstag. Wir vereinbarten dann einen Telefontermin für Freitag. In der Zwischenzeit wollte sie sich kundig machen, z. Bsp. über die Handhabung des KFZ, (welches ich 2012 gekauft habe, ich den Kaufvertrag unterschrieben habe, ich auch im KFZ Brief stehe. Außerdem wurde das Geld von meinem Konto überwiesen. Das KFZ wurde damals für mich gekauft, um damit auf die Arbeit zu fahren. Kinder waren zu diesem Zeitpunkt noch keine da. Meine Frau hatte damal auch ein KFZ, auch von mir gekauft usw. welches aber später bereits verkauft wurde. Ich habe nun einen Dienstwagen und meine künftige Ex Frau fährt "mein" Auto, für welches Sie keinen Cent bezahlt hat) Auch wollte die Anwältin bis zum Telefontermin noch einige andere Sachen abklären. Bei unserem Telefontermin wollten wir dann die weitere Vorgehensweise besprechen und festlegen. Meine Anwältin jedoch, hat bereits einen Tag nach meinem persönlichen Termin, nämlich am Mittwoch bereits ein (unverschämtes) Schreiben sowohl an die Gegenseite als auch an das Jugendamt verschickt. Sie hat also nicht den Telefontermin abgewartet, sondern auf eigene Faust los gelegt. Und das sogar, obwohl sie bis zum heutigen Tag keine unterschriebene Vollmacht von mir hat. Aus dem Schreiben an mich, wollte sie u.a. das Testament meines verstorbenen Vaters aus dem Jahr 1993. Mein Elternhaus, welches ich geerbt habe, ging somit bereits vor meiner Hochzeit 2010 in meinen Besitz über. Ich vermute, dass sie das Elternhaus nur mit reinziehen wollte, um zu ihren Gunsten den Streitwert in die Höhe zu treiben, welches ich ihr auch in meiner Email an sie vorgeworfen habe. Aus diesen Gründen habe ich ihr in der Email mitgeteilt, dass ich den Weg meiner Scheidung ganz sicher nicht mit ihr gehen werde. Auch teilte ich ihr mit, dass ich schriftliche Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer einreichen werde, sollte sie mir, obwohl ich sie nicht mit einer Vollmacht beauftragt habe, für ihre "Arbeit" eine Rechnung stellen. Per Email wies sie natürlich alles von sich teilte mir mit, sie werde ganz sicher eine Rechnung stellen. Außerdem schrieb sie, dass sie einer Beschwerde sehr gelassen entgegen sehen werde. Wie kann es sein, dass ich nun eine Rechnung begleichen muss, für eine Anwältin die sich nicht an unsere Absprache gehalten hat und offensichtlich falsch beraten hat.
Ich bitte um Ihre Mithilfe.
Was kann ich tun, um diese Rechnung (ca. 400,-) nicht zu bezahlen?
Vielen Dank für Ihre Hilfe

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Sehr geehrter Ratsucheneder,

vorab:

Eine schriftliche Vollmacht ist nicht Voraussetzung für einen Anwaltsvertrag oder eine Rechnung.

Auch mündliche Beauftragungen reichen also aus, müssten aber von der Anwältin bewiesen werden.

Fraglich ist aber, ob schon die vertretung nach außen beauftragt worden ist. Nach Ihrer Schilderung war das nicht der Fall, so dass die Anwältin dann die Tätigkeit gegenüber dem Jugendamt und die Gegenseite nicht abrechnen kann.

Die Anwältin müsste also beweisen, dass Sie so einen Auftrag (Vertretung nach außen hin) schon erhalten hat. Das wird sie aber ja nicht können.

Aber Sie waren mit den Schreiben da und die Anwältin sollte es sich alles ansehen.

Das löst schon eine Gebühr aus, könnte also eine Gebühr nach 2300 VV RVG entstehen lassen, die sich nach dem Wert richtet und den Rahmen von 0,5- 2,5 umfasst.

So wie Sie es schildern, dürfte es zwischen 05-1,0 liegen.

Ob die Erstberatungsgebühr noch zu berücksichtigen ist, lässt sich so nicht klären. Möglich ist aber eine Anrechnung.


Wenn Sie meinen, dass Sie Anwältin den Auftrag schlecht ausgeführt hat, müssten Sie einen Schaden darlegen und Ersatzansprüche beziffern können.

Ob das wirklich möglich ist, kann man so nicht beurteilen. Aber nur dann könnten Sie aufrechnen, wenn Sie vorher Ihre Ersatzforderung fällig gestellt haben.

Ist das nicht möglich, werden Sie die angemessenen Gebühren zahlen müssen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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