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Antritt Zivildienst 1 Tag vor 23. Geburtstag


| 18.11.2006 11:31 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Guten Tag,
ich habe eine dringende Frage.
Am 23.11.06 werde ich 23 Jahre alt. Am 22.11.06 soll ich meinen Zivildienst antreten. Am 20.11.06 soll ich mich in einem Altenheim vorstellen.
Ich habe vor ca 3 Jahren ein Anschreiben bzgl. Ableistung des Zivildienstes erhalten. Da ich mich in der Ausbildung befand, wurde ich freigestellt. Vor ca 1 Jahr kam nochmals ein Schreiben zwecks Ableistung. Ich befand mich in einem befristeten Arbeitsverhältnis und habe dargelegt, dass ich durch
die Ableistung des Zivildienstes keine Möglichkeit auf Übernahme in Festanstellung gehabt hätte.
Vor ca 4 Wochen kam der Bescheid, dass ich nun am 22.11.06 antreten soll.
Der Zivildienstbeauftragte meiner Region "verfolgt" mich (Telefonisch, Abfangen persönlich am Bahnhof).
Frage: Muss ich den Zivildienst antreten? Was kann mich erwarten, wenn ich den Zivildienst nicht antrete ?
Für eine rasche Beantwortung bin ich dankbar.
Mit freundlichen Grüssen
Peter2311

Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame,

auf Grundlage der geschilderten Details erlaube ich mir, Ihre Frage wie nachfolgend summarisch zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass bedingungsgemäß eine Erstberatung geboten wird, die eine genaue und abschließende weiterführende Beratung nicht ersetzt!

Wenn Sie sich weiterhin Ihrer bestehenden Dienstpflicht entziehem, wird das ernsthafte Konsequenzen haben, da Sie dann eine Straftat nach dem Zivildienstgesetz begehen. Dort heißt es:

§ 53 Dienstflucht

(1) Wer eigenmächtig den Zivildienst verläßt oder ihm fernbleibt, um sich der Verpflichtung zum Zivildienst dauernd oder für den Verteidigungsfall zu entziehen oder die Beendigung des Zivildienstverhältnisses zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Stellt sich der Täter innerhalb eines Monats und ist er bereit, der Verpflichtung zum Zivildienst nachzukommen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

(4) Die Vorschriften über den Versuch der Beteiligung nach § 30 Abs. 1 des Strafgesetzbuches gelten für Straftaten nach Absatz 1 entsprechend.

Sie sollten daher von einem Kollegen vor Ort eine weitere Zurückstellung prüfen lassen, aber einfach nichts zu tun, hätte strafrechtliche Konsequenzen!
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Für eine weitere Vertretung schreiben Sie mich bitte ausschließlich über die untenstehende Email an, ich rufe dann gerne zurück!

Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt Hinrichs

rahinrichs@gmx.de

Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2006 | 21:18

Guten abend,
vielen Dank für Ihre Antwort. Ich möchte nochmals nachfragen inwieweit mein Alter von 23 Jahren hier eine Rolle spielt. Meines Wissens kann ich ab 23 Jahren nicht mehr zum Zivildienst gezogen werden. Ich habe bislang keinen Antrag auf Zurückstellung gestellt, sodass sich die Altersgrenze nicht auf 25 Jahre erhöht , das ist doch korrekt, oder?
Kann es wirklich sein, dass ich einen Tag vor Fristablauf den Zivildienst noch antreten muss ? Ich habe dadurch einen grossen Verdienstausfall, denn ich stehe mittlerweile im Berufsleben und habe einen eigenen Haushalt mit entsprechenden Kosten, von denen aber nur die Miete, Strom, Heizkosten übernommen werden. Ich weiss nicht, wie ich meinen sonstigen Verpflichtungen dann nachkommen soll. Es kann doch nicht sein, dass ich jetzt in eine finanzielle Notlage durch den Zivildienst geraten soll.
Zur Zeit habe ich einen 30-Stunden Arbeitsvertrag. Kann die Firma mir nach dem Zivildienst die Stundenzahl kürzen , also mir nur noch einen 20-Std. Job geben, so dass ich dadurch dauerhaft finanzielle Nachteile habe ??
Mit freundlichen Grüssen
Peter2311

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2006 | 10:33

Danke für Ihre Nachfrage. Nun, dafür sind Altergrenzen da, natürlich können Sie einen Tag vor dem Geburtstag noch zum Dienstantritt gezwungen werden. Zumal die zugrundeliegenden Bescheide weitaus früher zugegangen sind.

Der Verdienstausfall ist leider kein Kriterium für eine unzumutbare Härte, da dies jeden Einberufenen iun irgendeiner Form trifft. Freilich können Sie versuchen, Ihren Fall aufgrund besonderer Härte zur Sprache zu bringen. Dazu müsssen Sie aber einen förmlichen Zurückstellungsantrag stellen. Ihre bisherigen Bemühungen scheinen da nicht hinreichend zu sein. Aufgrund des Zeitablaufs wird es nunmehr auch schwierig.

Nein, die Firma darf dies grundsätzlich nicht tun. Weitere Hinweise hierzu sind vom Einsatz und der Fragestellung nicht mehr gedeckt. Danke für Ihr Verständnis.

Hochachtungsvoll

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