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Antrag für deutsche Staatsbürgerschaft

03.06.2020 09:55 |
Preis: 53,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


12:11
Sehr geehrte Damen und Herren,

werde ich nächste Woche für die Einbürgerung beantragen. Bevor der Beantragung wollte ich über einige Punkte Beratung bekommen. Ich bin nach Deutschland am 10.12.2012 für Studiumszweck gekommen. Während meiner Studiumszeit habe ich §4 abs 5 ( türkische Arbeitnehmer ) aufenthaltserlaubnis erhalten. Am 04.2019 habe ich meine Studium Informationstechnology in Deutschland abgeschlossen und arbeite ich seit einem Jahr als Software Entwickler. Darüber hinaus habe ich bisher 18 Monaten Rentenversicherungsbeitrag bezählt.
Dieses Jahr wurde eine Ermittlung über mich gestellt. Der Tatvorwurf war Erschleichen von Leistungen. Wegen meiner Arbeit mache ich ständig Dienstreise, deswegen ist es vorgekommen, dass ich falsche Zuge oder Busse genommen habe, in denen meine monatliche Fährkart nicht gültig ist. Aus diesem Grund habe ich dieses Jahr drei Mal angeblich schwarz gefahren. Übrigens habe ich die wegen schwarzfahren entstandene Gebühr sofort bezählt und die Ermittlung wurde eingestellt.

Nach der kurzen Zusammanfassung möchte ich meine Fragen stellen.

Meine Frage lauten folgende:

1) Wie Möglich sehen Sie meinen Einbürgerungsprozess?

2) Muss ich die eingestellte Ermittlung bei dem Einbürgerunsantrag angeben?

3) Sollte die eingestellte Ermittlung auf der Einbürgerung schlechte Einfluß nehmen?

Vielen Dank.
03.06.2020 | 10:57

Antwort

von


(335)
Käthe-Kollwitz-Str. 17
07743 Jena
Tel: 03641 47 800
Web: http://www.ra-stadnik.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1) Wie Möglich sehen Sie meinen Einbürgerungsprozess?
Grundsätzlich bedarf es eines Inlandaufenthaltes von 8 Jahren um zumindest auf der zeitlichen Schiene einen Anspruch auf die Einbürgerung zu erwerben, § 10 Abs. 1 StAG. Sollten Sie besondere Integrationsleistungen vorweisen können, z.Bsp. besondere sprachliche Kenntnisse durch Vorlage eines B2- oder C1-Sprachzertifikats, verkürzen sich die zeitlichen Anforderungen auf sechs Jahre, § 10 Abs. 3 S. 2 StAG.
Gegenwärtig wären die acht Jahre nicht erfüllt.

2) Muss ich die eingestellte Ermittlung bei dem Einbürgerunsantrag angeben?
Diese können Sie ordnungshalber angeben, da sie ohnehin keine Berücksichtigung finden dürfen.

3) Sollte die eingestellte Ermittlung auf der Einbürgerung schlechte Einfluß nehmen?
Nein. Eingestellte Verfahren werden nicht berücksichtigt. Das Risiko, dass eine Strafverfahren gegen Einen angestrebt wird trägt jeder Bürger, was ihn aber nicht zum Straftäter macht.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Evgen Stadnik

Rückfrage vom Fragesteller 03.06.2020 | 12:07

Sehr geehrter Herr Stadnik ,

bedanke ich mich bei ihnen für ihre Antwort. Als letztes wollte ich fragen ob Studiumszeit als rechtmäßiger Aufenthalt bezug auf 8 Jahren angerechnet wird.

Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.06.2020 | 12:11

Sehr geehrter Fragesteller,

ja, das wird es. Wichtig ist, dass Sie nicht mit einem Aufenthaltstitel für den Zweck des Studiums direkt die Einbürgerung beantragen können, § 10 Abs. 1 Nr. 2 StAG. Mit dem Aufenthaltstitel nach dem Assoziierungsabkommen als türkischer Staatsangehöriger geht das.

Ich hoffe Ihre Frage abschließend beantwortet zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
RA Stadnik

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