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Antrag auf verkürzte Arbeitszeit

| 05.09.2011 18:16 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
Mitte Mai 2011 habe ich einen befristeten Arbeitsvertrag (für 2 Jahre, inkl. 6 Monaten Probezeit) mit dem Universitätsklinikum Dresden abgeschlossen.
Das Klinikum hat einen Tarifvertrag.
Im Vertrag enthalten ist, dass ich bis zum 15.10.11 nur 32 Wochenstunden arbeite, danach 40 Stunden.

Ich habe einen 10 Monate alten Sohn der ab Mitte November - nach sehr langer Suche- bei einer Tagesmutti untergebracht werden konnte. Die Betreuung ist für 40 h pro Woche vereinbart, eine höhere Stundenanzahl ist seitens der Tagesmutti nicht möglich gewesen.

Um den Wiedereinstieg in den Beruf zu bekommen, hat mein Lebenspartner und Vater des Kindes, nachdem ich die Zusage für den Job hatte, ab Mai die Elternzeit übernommen. Aufgrund seiner Selbstständigkeit habe ich meinen Arbeitgeber damals gefragt ob es möglich ist, das ich die 32 Arbeitsstunden auf 4 Tage verteilen kann. Der AG hat das leider abgelehnt. Wie sich die zukünftige Arbeit meines Partners gestaltet ist derzeit offen, eventuell muss er auf Montage gehen und ist die ganze Woche über nicht in Dresden.
Ich möchte nach Ablauf der Probezeit beantragen, dass ich weiterhin nur 32 Stunden arbeite, weil ich die Betreuung meines Sohnes aufgrund des 40h Betreuungsvertrages nicht auf andere Weise absichern kann. Einschließlich der 30min Pause die bei einem 8h Arbeitstag anfällt wäre es zeitlich absolut nicht machbar, dies mit der Kinderbetreuung zu vereinbaren.
Mit meinem derzeitigen Aufgabengebiet und dem Aufgabenpensum wäre die Beibehaltung der 32h absolut vereinbar. Ich habe im Moment nur 3 Überstunden.

Hat ein solcher Antrag aus Ihrer Sicht Aussicht auf Erfolg? Was muss ich bei bei der Antragstellung beachten? Wie zeitnah kann ich die Reduzierung der Arbeitsstunden beantragen? Wie sollte ich den Antrag am besten begründen? Mit welchen Argumenten kann der AG den Antrag ablehnen und was kann ich dagegen tun?

Ich danke Ihnen für die Auskunft!


Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts sowie unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, nach § 8 TzBfG die Reduzierung der Arbeitszeit zu verlangen. Der Anspruch besteht bei 6-monatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses und bei mehr als 15 Beschäftigten, sodass bei Ihnen die formellen Voraussetzungen gegeben sein dürften. Der Arbeitgeber darf Ihren Wunsch auf Verringerung der Arbeitszeit nur ablehnen, wenn betriebliche Gründe entgegenstehen, § 8 Abs. 4 TzBfG. Solche Gründe können Störungen im Betriebsablauf oder erhebliche Kosten für den Arbeitgeber sein. Meist finden sich derartige Gründe auch im Tarifvertrag. Die Entscheidung über die Verringerung der Arbeitszeit und ihre Verteilung muss Ihnen spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn schriftlich mitgeteilt werden.

Für die Antragstellung ist zu beachten, dass Sie die Verringerung der Arbeitszeit und den Umfang der Verringerung spätestens 3 Monate vor deren Beginn geltend machen müssen. Sie sollten dabei auch die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angeben, § 8 Abs. 2 TzBfG. Für problematisch halte ich Ihre zeitlichen Vorstellungen. Die 3-Monats-Frist kann nicht mehr eingehalten werden, wenn Sie unmittelbar nach der Probezeit weniger arbeiten möchten als vereinbart. Zudem besteht die Gefahr der Probezeitkündigung, wenn Sie bereits während der Probezeit die Verringerung beantragen. Ich rate Ihnen daher, die Probezeit unbedingt abzuwarten und die 3 Monate anderweitig zu überbrücken.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 08.09.2011 | 18:55

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 08.09.2011 4,4/5,0
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