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Antrag auf einen Erbschein

17.10.2011 10:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Carolin Richter


Meine Mutter ist verstorben. Sie hat ein privatschriftliches Testament gemacht. Im ersten Teil überschreibt sie ihren gesamten Nachlass ihrem Mann, also unserem Vater. Im zweiten Teil überschreibt sie ihr Bankvermögen (ein eigenes Konto) zu jeweils 3/10 auf ihre beiden Kinder, zu jeweils 1/10 auf ihre drei Enkel und ihren Ehemann. Nun besaßen bzw. besitzen meine Eltern eine kleine Eigentumswohnung, die dann im Grundbuch auf meinen Vater umgeschrieben werden müsste.
Wir sind uns alle einig, es gibt keine Streitereien und wir möchten es unserem Vater zuliebe so unkompliziert (ohne Notar etc.) und rasch wie möglich abwickeln.
Wie gehen wir in Bezug auf den Erbschein, der ja wohl nötig ist, vor? Was ist zu tun?

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Beachtung Ihrer Sachverhaltsangaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Hinsichtlich der Eigentumswohnung muss das Grundbuch berichtigt werden. Dies ist in den ersten zwei Jahren nach dem Todesfall kostenfrei möglich. Dazu wird jedoch ein Erbschein benötigt.

Grundsätzlich kann ein Erbschein beschränkt für die Grundbuchberichtigung erteilt werden. Dies wäre kostengünstiger. Es wäre aber nur sinnvoll, wenn außer dem Grundstück oder der Eigentumswohnung keine Vermögenswerte vorhanden sind. In Ihrem Fall muss ein normaler Erbschein beantragt werden. Grund dafür ist, dass die Banken für die Verfügungen über das Konto der Erblasserin die Vorlage des Erbscheins verlangen.

Sie könnten trotzdem bei der Bank nachfragen, ob sich durch Vorlage des Testaments vielleicht die Vorlage des Erbscheins vermeiden lässt. Dann bräuchte Ihr Vater nur den Erbschein beschränkt auf die Grundbuchberichtung beantragen. Ich gehe aber davon aus, dass die Bank auf der Vorlage des Erbscheins bestehen wird.

Ein Erbschein wird beim Amtsgericht-Nachlassgericht- beantragt, wo die Erblasserin verstorben ist.

Sie können einen Rechtsanwalt oder Notar damit beauftragen. Zur Kostenersparn einen gemeinschaftlichen Erbschein beantragen. Sie werden sicherlich vom Nachlassgericht eine Mitteilung über den Todesfall und ein Aktenzeichen bekommen haben. Sie können dort anrufen und einen Termin machen, um den Erbschein zu beantragen. Entweder kommen alle Erben mit bzw. machen eigene Termine oder diese werden dann vom Nachlassgericht angeschrieben und angehört, ob der Sachverhalt richtig beantragt wurde. Beim Nachlassgericht müssen Sie Originalurkunden oder öffentlich beglaubigte Kopien vorlegen, um das Erbrecht nachzuweisen. Dazu zählt das Testament, falls es dem Gericht noch nicht vorliegt und die Geburts- oder Abstammungsurkunden, woraus sich die Erbfolge ergibt. Das Nachlassgericht nimmt den Antrag auf, so dass das Verfahren zur Erteilung eines Erbscheins eingeleitet wird. Wie lange es dauert, bis tatsächlich der Erbschein erteilt wird, kann ich Ihnen leider nicht sagen, da es von Gericht zu Gericht unterschiedlich ist und immer von der Lage des Falles abhängig ist.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen Überblick verschaffen. Bitte beachten Sie, dass geringfügige Sachverhaltsabweichungen zu einer veränderten rechtlichen Beurteilungführen können. Bitte beachten Sie weiter, dass eine Onlineberatung keine Beratung vor Ort ersetzen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Carolin Richter
Rechtsanwältin


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