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Antrag alleiniges Sorgerecht

03.09.2014 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: zur Übertragung der elterlichen Sorge

Hallo,
ich habe eine fast 4 jährige Tochter. Lebe seit November von meinem Mann getrennt. Unsere Tochter ist vor der Ehe geboren, aber wir haben beide das gemeinsame Sorgerecht.
Nun hat der Vater eine Erklärung abgegeben, dass er das Sorgerecht abgibt und einer gerichtlichen Übertragung zustimmt.
Wenn ich den Antrag nun bei Gericht einreiche. Wird es eine Gerichtsverhandlung geben? Wird der Vater trotzdem noch gehört? Und vor allem wird der Richter den Vater versuchen zu "bekehren"? Muss ich den Antrag begründen?
Der Vater hat kein Interesse an der gemeinsamen Ausübung des Sorgerechts.
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sehr geehrte Fragestellerin,


Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Bei Sorgerechtsentscheidungen ist eine mündliche Verhandlung nicht zwingend vorgeschrieben. Der Richter entscheidet nach eigenem Ermessen, ob er über den Antrag im schriftlichen Verfahren entscheidet oder ob er einen Termin ansetzt. Wenn der Richter sich für einen Termin entscheidet, werden beide Elternteile angehört, üblicherweise aber nicht "bekehrt".

Sie sollten den Antrag begründen. Das Gesetz sieht vor, dass dem Antrag stattzugeben ist, wenn der andere Elternteil zustimmt und die Übertragung dem Wohl des Kindes am besten entspricht. Ob die Übertragung dem Kindeswohl entspricht, kann der Richter nur nachvollziehen, wenn der Antrag begründet wird.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 03.09.2014 | 13:25

Haben Sie vielen Dank für die Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.09.2014 | 13:52

Gern geschehen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute.

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