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Antrag Teilzeit während Elternzeit ohne Zusage Krippenplatz

| 21.12.2018 07:58 |
Preis: 62,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sebastian Scharrer, LL.M., Dipl.-Jur.


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bekommen Anfang Januar unser zweites Kind. Meine Frau möchte 2 Jahre in Elternzeit gehen und nach 1,5 Jahren wieder in Teilzeit bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber arbeiten gehen.
Wir haben leider bis jetzt noch keine Zusage (nur Absagen) für einen Krippenplatz und einen Hortplatz für unser erstes Kind für diesen Zeitraum bekommen.
Ich hatte gelesen, dass es am besten ist, den Teilzeitwunsch während der Elternzeit, gleich am Anfang zu stellen, wenn man die Elternzeit beantragt. Dann kann der AG auch keine (oder sehr schwierig) betrieblichen Einwände haben, dies nicht zuzustimmen.
Ich weiß man kann die Teilzeit auch später in der Elternzeit 7 Wochen vor Start beantragen, aber dann kann der AG einfacher den Wunsch verneinen, weil er dann bereits eine Vertretung zum Beispiel für diese Zeit hat.
Ist es rechtlich möglich in einen Antrag auf Teilzeit während der Elternzeit es von einem Krippen- oder Hortplatz abhängig zu machen?
Auf der anderen Seite, wenn man die Teilzeit am Anfang der Elternzeit auf „gut Glück" beantragt (in der Hoffnung auf einen Krippen/Hortplatz), kann man ja sicherlich nicht später wieder davon einfach zurücktreten, wenn man keinen Platz bekommt? Was wären rein arbeitsrechtlich die Konsequenzen?

Auf der anderen Seite verlangen die Krippen/Hort eine Arbeitsbescheinigung, damit man ein Platz bekommt. Diese Arbeitsbescheinigung wiederum kann man eigentlich nur dann bekommen, wenn man jetzt bereits am Anfang die Teilzeit während der Elternzeit beantragt, aber mit der Unsicherheit, dass man keinen Platz bekommt und damit dann den AG möglicherweise verprellt.

Was würden Sie empfehlen, wie sollte man in diesen Fall am besten vorgehen? Die Teilzeit gleich am Anfang oder erst später in der Elternzeit beantragen mit den möglichen Konsequenzen (Vor und Nachteile der
beiden Varianten)?

Sehr geehrter Herr Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

Sie sollten am besten sofort die Elternzeit in Teilzeit beantragen. Eine Beantragung unter einer aufschiebenden Bedingung ist leider nicht möglich. Sollten Ihre Frau aufgrund der fehlenden Betreuungsmöglichkeit für eines der Kinder nicht in Teilzeit arbeiten können, so sollten Sie vorab darüber mit dem Arbeitgeber reden. In diesem Fall kann in der Regel eine Vereinbarung getroffen werden, dass die Elternzeit in Vollzeit erfolgt. Gegebenenfalls gibt auch die Möglichkeit der Betreuung am Arbeitsplatz. Bereits jetzt möchte ich Sie jedoch auch darauf hinweisen, dass ihr Kind zwischen dem 1. und im 3. Lebensjahr einen Anspruch auf Betreuung nach § 24 SGB VIII hat. Nach dem 3. Lebensjahr bis zur Einschulung besteht ein ähnlicher Anspruch. Dieser Anspruch kann gegenüber der Kommune geltend gemacht werden und gegebenenfalls die Kosten einer Tagesmutter von der jeweiligen Kommune erstattet verlangt werden. Zuvor sollten Sie jedoch dringend die Kommune auffordern, einen Platz anzubieten.


Sollte Ihre Frau unentschuldigt nicht ihre Arbeit wahrnehmen, so kann ihre Frau gekündigt werden.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen verständlich beantworten konnte. Für Rückfragen verwenden Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Sebastian Scharrer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.01.2019 | 09:54

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