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Antrag: Erlass eines Mahnbescheids, Kaution: Schuldner Teilbetrag zurückgezahlt

02.09.2018 10:13 |
Preis: 25,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Mahnbescheid

Situation:

Mein alter Vermieter schuldete mir noch 700,00 Kaution, seit letztem Jahr September.
Ich wohnte dort in einer WG mit 2 Mitbewohner, wobei mein Vermieter nicht darin wohnt (er hat aber im Mietvertrag die dortige Adresse als seine Meldeadresse angegeben).
Ich habe Ende August für Ende September mündlich gekündigt, mein alter Vermieter meinte, dass er mir die Hälfte der Kaution abzieht (350,00 €), weil die Kündigungsfrist normal 3 Monate beträgt.
Im Oktober stand das Zimmer einen Monat leer.

Wegen den Nebenkosten:

Er behauptet, er hatte mit seiner Hausverwaltung ein Gerichtsverfahren wegen Nebenkostennachzahlung gehabt und nun müsse ich von 1000 Euro 1/3 zahlen, weil wir 3 Mitbewohner zusammen waren. Die Nebenkostenabrechnung hat er mir nie vorgelegt.


Ich war schon mal bei der Erstberatung bei einem Anwalt, der meinte, ich müsse keine Nebenkosten zahlen, weil der Vertrag formal falsch ist (Vorauszahlung durchgestrichen im Vertrag) und es sich bei mir um eine Bruttokaltmiete handelt. Außerdem wäre ich Untermieter und hätte eine verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen, somit hat er mir die komplette Kaution zurückzuzahlen.

Was ich schon getan habe:

Ich habe meinem alten Vermieter eine Mahnung geschrieben, ein Schreiben mit der Aufforderung 700 Euro Kaution zurückzuzahlen (mit Frist), da ich ansonsten rechtliche Schritte einleiten werde. Er hat mir jetzt nur 200 Euro zurückgezahlt und will mir auch nicht mehr zahlen, weil er nicht der Meinung ist, ich bräuchte die Nebenkosten nicht zu zahlen und auch die verkürzte Kündigungsfrist sieht er als falsch an.

Ich habe ihn seit einem Jahr mehr als 8 Mal nach der Kaution fragen müssen.

Frage:

Ich möchte jetzt einen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids stellen, da meine Frist an ihn abgelaufen ist. Ich weiß jedoch nicht, ob ich auf dieses Schreiben verweisen kann, da ich jetzt ja nur noch 500 Euro nachfordern muss, aber in dem Schreiben von 700 Euro die Rede ist.

Kann ich auf mein Schreiben verweisen? (Schreiben vom Juli)
Auf was muss ich beim Ausfüllen noch achten?
Mein alter Vermieter wohnt nicht in der WG, auch wenn die Adresse der WG als seine Wohnadresse im damaligen Mietvertrag steht. Wie kann ich sicherstellen, dass er den Mahnantrag auch bekommt?
(Ich weiß nicht, wo er tatsächlich wohnt).

Was ich unter einer guten Antwort verstehe:

Die Rechtsquellen sind mir nicht so wichtig. Mir ist nur wichtig, dass die Antworten mir genau die weitere praktische Vorgehensweise erklären.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ersteinmal muss der Mahnbescheid zustellbar sein. Wenn er also nicht dort wohnt, dann müssen Sie ersteinmal eine Anfrage beim Einwohnermeldeamt stellen.
Sie können auf das Schreiben verweisen, da dies ja die Aufforderung war. Hat er hierauf gezahlt, dann zeigt dies ja Wirkung. Gut wäre vielleicht noch ein weiteres Schreiben mit der Aufforderung der noch offenen Forderung. Setzen Sie hier konkret eine Frist und drohen schonmal an, was Sie unternehmen, wenn er nicht zahlt, dann sind Sie auf der ganz sicheren Seite!

Wenn Sie den Mahnbescheid dann beantragen, kann es passieren, dass er Widerspruch einlegt, dann müssen Sie klagen. Das wird dann wohl nur mit einem Anwalt möglich sein, da Sie verschiedene Baustellen haben:
1. Nachweis Kündigung (nur mündlich)
2. Ggf. Frist nicht eingehalten - Überprüfung ob Frist richtig oder falsch
3. Problematik Nebenkosten

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 13.09.2018 | 18:26

Sehr geehrte Frau Seiter,

vielen Dank für Ihre Antwort, diese war für mich gut verständlich formuliert.

Ich habe nun mittlerweile eine zweite Mahnung an meinen ehemaligen Vermieter verfasst und ihm diese 1x in seinen Briefkasten geworfen - als Beweis mich selbst, den Brief und die Tageszeitung des jeweiligen Tages zusammen abfotografiert und wie ich ihn in seinen Briefkasten geworfen habe. Ich habe ihm zudem eine Mail mit der Mahnung als PDF-Dokument geschickt.

Die Melderegisterauskunft hat ergeben, dass er tatsächlich in meiner damaligen WG gemeldet ist - immer noch - auch wenn er nicht dort wohnt.

Nun hätte ich noch Fragen zum richtigen Ausfüllen des Antrags auf Erlass eines Mahnbescheids auf online-mahnantrag.de,
z.B. was die Katalognummer, Anspruch und den Zinssatz angeht.


Da Sie mit Ihrer bisherigen Antwort meinen Fall schon kennen, würde ich die Frage gerne von Ihnen beantwortet haben.
Was muss ich bei einer neuen "Frage erstellen" zusätzlich tun, damit die Frage an Sie weitergeleitet werden kann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.09.2018 | 21:46

Schreiben Sie mir gerne eine E-mail!

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