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Anteilige Kostenberechnung eines Testamentsvollstreckers aus Pflichtteil

| 16.07.2014 10:20 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung:

Zur Vergütung des Testamentsvollstreckers.

Mit meiner Mutter ist letztes Jahr der letzte Teil meiner Eltern gestorben.
Im Erbvertrag wurde meine Schwester, meine Nichte (ihre Tochter) und ich als Vermächtnisnehmer eingesetzt (es gibt keine sonstigen Angehörigen).
Der Nachlass besteht aus 3 Immobilen (an verschiedenen Orten) + weiteres Vermögen
Nachdem die Beschwernis des Vermächtnisses für mich zu groß war (30 Jahre Veräußerungsverbot + Hypothekenverbot auf die Immobilie unter Obhut eines Testamentsvollstreckers) habe ich ausgeschlagen und meinen Pflichtteil eingefordert.
Der Testamentsvollstrecker hat bisher gut gearbeitet und u.a. das Nachlassverzeichnis verwaltet, verschiedene Immobiliengutachter für einen Kostenvoranschlag angeschrieben und beaufsichtigt etc.. Lt . Erbvertrag erhält er 3.0 nach RVG aus dem Nachlasswert für die Durchführung /Beaufsichtigung des Erbvertrages.

- Muss ich aus meinem Pflichtteil den Testamentsvollstrecker
a) nicht bezahlen?
b) teilweise als Dienstleistung bis zur Auszahlung des Pflichtteiles bezahlen?
c) komplett 3.0 nach RVG * 25% für den Pflichtteil, obwohl ich die restlichen 29 Jahre nicht in Anspruch nehme?
- Bitte benennen Sie einen vergleichbaren Fall mit Gericht/Aktenzeichen in dem nur anteilig oder nicht gezahlt werden musste.

Besten Dank vorab

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach § 2221 BGB: Vergütung des Testamentsvollstreckers kann der Testamentsvollstrecker für die Führung seines Amtes eine angemessene Vergütung verlangen. Hier ist offenbar im Erbvertrag bestimmt, dass die Vergütung 3,0 nach RVG betragen soll.

Schuldner der Vergütung sind die ERBEN, die Testamentsvollstreckervergütung ist Nachlassverbindlichkeit nach § 1967 BGB: Erbenhaftung, Nachlassverbindlichkeiten und aus dem Nachlass zu bezahlen (BGH <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201997,1362" target="_blank" class="djo_link" title="BGH, 22.01.1997 - IV ZR 283/95: Kosten der Testamentsvollstreckung">NJW 1997,1362</a>).

Die Vergütung des Testamentsvollstreckers mindert daher den Nachlass und somit mittelbar auch Ihren Pflichtteilsanspruch, welcher sich aus dem Nachlass abzüglich der Nachlassverbindlichkeiten berechnet.

Selbst bezahlen müssen Sie als Pflichtteilsberechtigter auf die Vergütung des Testamentsvollstreckers jedoch nichts.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 18.07.2014 | 14:51

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