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Anteil bei Auszahlung an Hausbesitz

08.04.2008 22:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Es geht um die Festlegung der Größe des Anteils, das einem Familienmitglied ausgezahlt werden muß, um ihm seine Anteile am Haus im Familienbesitz abzukaufen (die aktuellen Besitzanteile sind bekannt) und wie der Wert festgesetzt werden muß.

Folgende Konstellation:
Es existiert ein Haus mit Grundstück. Das Haus gehört vollständig den Eltern, von denen der Vater schon vor etlichen Jahren verschieden ist. Und es gibt drei leibliche Kinder, von denen alle volljährig sind. Es gibt keine weiteren Eigentümer und Parteien in dem Haus.

Die Besitzverhältnisse waren nach dem Tod des Vaters nicht testamentarisch geregelt und sind daher so aufgeteilt:
5/8 gehören der Mutter
3/8 gehört den Kindern, also jedem 1/8
(wobei ist nicht weiß, ob der Anteil der Kinder nur ein Pflichtteil ist)

Die Mutter und Kind 1 sind mittlerweile ausgezogen. Das Haus ist schuldenfrei und wurde mietfrei an Kind 2 und 3 überlassen. Kind 2 kann (und möchte) sich finanziell nicht an den laufenden Kosten beteiligen.
Um zu verhindern, daß das Haus aufgegeben werden muß, möchte das ausgezogene Kind 1 nun wieder einziehen, da es über die finanziellen Mittel verfügt, um gemeinsam mit Kind 3 das Haus zu halten. Aus Platzgründen müsste allerdings das Kind 2 ausziehen.

Die Mutter würde ihre Anteile an die im Haus verbleibenden Kinder (1 und 3) überschreiben, möchte aber sicherstellen, daß Kind 2 seinen rechtmäßigen Anteil ausbezahlt bekommt, damit es sich über Wasser halten kann (und danach aber auch keine Forderungen mehr am Haus stellen kann).

So, die Frage ist nun, wie groß ist genau dieser Anteil vom Gesamtwert des Haus mit Grundstück ist, den Kind 1 und 3 aufbringen müssten, um Kind 2 auszubezahlen?
Und wie muß in diesem Fall der Gesamtwert des Haus mit Grundstücks ermittelt werden? (Schätzung vom Makler?)

09.04.2008 | 00:06

Antwort

von


(36)
Hochberg 15
93086 Wörth a.d.Donau
Tel: 09482/9099476
Web: http://www.domsz.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

zunächst vielen Dank, dass Sie Ihre Frage auf dieser Plattform zur Beantwortung eingestellt haben.
Vorab möchte ich Sie darüber informieren, dass eine Beantwortung der Frage im Hinblick auf
die Höhe des von Ihnen getätigten Einsatzes erfolgt und lediglich eine erste rechtliche Information darstellen kann. Die Konsultierung eines Rechtsanwaltes vor Ort kann hierdurch nicht ersetzt werden. Das Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsinformationen kann zu völlig anderen rechtlichen Ergebnissen führen.

Nun zu Ihrer Frage:

nach Ihren Angaben gehörte das Grundstück und Haus Ihren Eltern gemeinsam, also jeweils zu 1/2. Daher erhielt Ihre Mutter als Ehefrau den gesetzlichen Anteil am Haus in Höhe von 1/8 zu ihren bereits 1/2 (4/8) hinzu, so dass Ihre Mutter nun 5/8 Eigentum am Grundstück hat. Die drei Kinder bekamen jeweils 1/8. Die 3/8 der Kinder plus dem 1/8 der Mutter ergeben 4/8, also 1/2 und dies war genau der Anteil Ihres Vaters am Haus. Somit war der Anteil der Kinder nicht nur ein Pflichtteil, sondern der gesetzliche Erbteil. Der Pflichtteil wäre nur die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, somit hätten die Kinder dann nur 1/16 bekommen.

Wenn ich Sie recht verstanden habe, dann soll Kind 2 seinen Erbteil ausbezahlt bekommen. Für die Berechnung dieses Anteils kann man nach zwei Möglichkeiten verfahren:

Entweder man zahlt Kind 2 seinen gesetzlichen Erbteil aus oder man setzt Kind 2 auf den Pflichtteil.

Variante 1:
Wenn Ihre Mutter stirbt, dann würden sich der 5/8 Anteil der Mutter auf die drei Kinder verteilen, also hätte dann jedes Kind 1/3 Anteil am Grundstück. Dieser Anteil wäre Kind 2 auch auszuzahlen.

Variante 2:
Wenn Ihre Mutter stirbt, dann würde sich der 5/8 Anteil Ihrer Mutter auf Kind 2 wie folgt auswirken: 1/8 hat Kind 2 bereits aus dem Erbfall Vater, vom Anteil der Mutter kämen noch 5/24 hinzu, da aber nur der Pflichtteil zusteht, wäre dies die Hälfte, also 5/48, somit 5/48 + 6/48 = 11/48.

Sollte eine Auszahlung erfolgen, wäre im Vorfeld unbedingt an einen Abfindungs- und Erbverzichtsvertrag zu denken.

Die Höhe des Grundstückswertes sollte wohl sicherheitshalber von einem Sachverständigen für die Bewertung von Grundstücken und Gebäuden mittels Gutachten ermittelt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Domsz
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(36)

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