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Anteil Erbmasse zu Vermächtnis?

09.08.2019 10:45 |
Preis: 58,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe


Zusammenfassung: Zur Zulässigkeit von umfangreichen Vermächtnissen

Mein Erbengemeinschaft besteht aus 4 Erben, welche in einem Testament als Erben eingesetzt wurden. Das Erbe besteht aus allem was sich in der Wohnung befand, einem Grundstück und einem 1.Sparbuch.
Die Erben sind mit einem Vermächtnis bedacht, welches darin besteht den Vermächtnisnehmern (3 Personen) einen Sparbuchtanteil eines weiteren 2.Sparbuches auszuzahlen.
Der Wert des 2. Sparbuches übersteigt bzw. ist fast gleich dem gesamten Anteil der Erbmasse (Wohnung, Grundstück, 1. Sparbuch).
In einer ersten juristischen Einschätzung teilte uns ein Anwalt mit, dass der Vermächtnisanteil 10% der Erbmasse nicht übersteigen dürfe.
Stimmt das? Gibt es ein maximales Verhältnis von Vermächtnisanteil zur Erbmasse?
Welche besonderen Fälle gibt es, welche die Erbengemeinschaft von der Pflicht zur Vermächtniserfüllung befreit?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist durchaus zulässig, wenn ein Nachlass durch Vermächtnisse weitgehend ausgehöhlt wird und dadurch den Erben nichts mehr verbleibt. Eine feste Zulässigkeitsquote, wie hoch das Vermächtnis in Relation zum Gesamtnachlass sein darf, gibt es nicht. In einem solchen Fall müssten sich die Erben überlegen, ob sie die Erbschaft ausschlagen, wenn die Erbschaft für sie nur Aufwand, aber keinen Vorteil bedeutet. Dazu müsste man allerdings die Ausschlagungsfrist beachten.
Falls es sich bei den Erben allerdings um Pflichtteilsberechtigte handelt (also Kinder, Ehegatten oder Eltern) sind die pflichtteilsberechtigten Erben berechtigt, die Erfüllung der Vermächtnisse insoweit zu verweigern, als ihnen der Pflichtteil verbleiben muss. (§ 2318 Abs.3 BGB ).
Falls es sich bei den Erben selbst nicht um Pflichtteilsberechtigte handelt, falls jedoch Pflichtteilsberechtigte vorhanden sind, müssen sich die Pflichtteilsberechtigten an der Erfüllung des Vermächtnisses beteiligen (§ 2318 Abs.1 BGB ).

Aus Ihrer Sachverhaltsschilderung ist jedoch unklar, wem das zweite Sparbuch gehört und wie der Erblasser rechtlich in der Lage sein soll, eine Verfügung über dieses zweite Sparbuch zu treffen, wenn es nicht zum Nachlass gehört. Insofern müssten Sie möglicherweise den gesamten Sachverhalt nochmals eingehend anwaltlich prüfen lassen. Dazu ist es allerdings unerlässlich, sämtliche Informationen zu erhalten und sämtliche Unterlagen einzusehen. Bitte haben Sie Verständnis, dass dies im Rahmen dieser online-Erstberatung nicht möglich ist. Im Bedarfsfalle können Sie sich gerne im Rahmen einer Mandatserteilung an mich wenden

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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