Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anstellungsvertrag


08.09.2006 14:29 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,

zuerst möchte ich den Sachverhalt schildern.

Ein Freund und ich hatten mehrere Jahre zusammen eine Firma ( GmbH & Co.KG )
Da die Zeiten 2002 + 2003 schlecht waren hatten wir Verluste gemacht und diese Firma dann auf Anraten von Steuerberater + Anwalt in 2004 in eine OHG umgewandelt.

Leider wurde es nicht besser und trotz aller Bemühungen und Einbringen von allen privaten Mitteln. Es wurde uns dann im Juli 2005 von einem anderen Anwaltdazu geraten die OHG zu Liquidieren bzw. den größten Teil des Inventars im Sinne der
OHG und für die Gläubiger zu verkaufen. Danach sollte dann Insolvenz angemeldet werden. So ist es mündlich in der Kanzlei besprochen worden.

Wir hatten über diese Firma auch Import und Export abgewickelt, so das ich die letzten drei Jahren mehrheitlich im Ausland war und im Moment auch noch bin.

Ich habe dann in der Kanzlei zwei Vollmachten unterschrieben, eine besagt das der andere Geschäftsführer ( Freund ) die Liquidation ( 30.09.2005 ) durchführen soll.

Dann hat ein dritter Freund eine neue Firma GbR ( August 2005) gegründet. Wir haben zusammen ausgemacht das wir soviel wie möglich und weit unter Preis vom Inventar an diese Firma verkaufen und auch alle Kundendaten in diese neue Firma einbringen. Wir sollten dann dafür dort angestellt werden. Wir drei haben dann einen Internen Vertrag / Vereinbarung
über diese Anstellung und Gewinnausschüttungen gemacht und alle unterschrieben.

Ich bin dann wieder nach Afrika geflogen um den Import / Export von afrikanischen Arts & Crafts ( Trommeln, Holzfiguren, Glasperlen usw. ) zumachen.

Es wurde auch fast alles so wie besprochen durchgeführt, die meisten Sachen wurden sehr günstig an ihn verkauft und stehen nun in der Firma des Dritten Freundes.
Das Geschäft wird nun schon ein Jahr betrieben.

Ich hatte dann im Dezember das erstemal nach meinem Anstellungsvertrag gefragt,dann hat er gesagt der Firma geht’s nicht gut sie kann es sich nicht leisten, die gleiche
Antwort kam im Januar, Februar, März. Meine Eltern waren dann noch zweimal persönlich dort, dann wurde ihnen gesagt ich solle EDV Aufträge in Afrika machen.
Dies steht aber nicht im Vertrag und den Export mit afrikanischen Gütern erfülle ich.

Der zweite Freund ist nun nicht angestellt sondern arbeitet als freier Mitarbeiter.

Ich bekomme auch keine Einsicht in die Unterlagen / Bilanz und kann somit nicht sehen wie hoch der Gewinn ist.

Ich bekomme bis heute keine Auskunft über meinen Anstellungsvertrag und habe bisher auch kein Gehalt oder eine Gewinnausschüttung bekommen.

Was kann ich machen oder wie ist die rechtliche Lage?

Leider kann ich im Moment aus finanziellen Gründen auch nicht nach Deutschland fliegen.

Ich hoffe das Sie mir weiter helfen können.

Viele Grüße und danke im Voraus

Kofi



PS.: Den Vertrag habe ich gespeichert und kann ihn jederzeit als PDF mailen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Sofern ein Anstellungsvertrag vorhanden ist und sie Ihren Pflichten aus dem Vertrag entsprochen haben, so haben Sie Anspruch auf Ihre Vergütung.
Ist eine solche nicht vereinbart, so haben Sie den Beweis dafür zu tragen, dass eine Dienstleistung den Umständen nach nur gegen Vergütung erfolgen kann.
Der Arbeitgeber wäre für die etwaige Unentgeltlichkeit der Arbeitsleistung beweispflichtig.

Sofern die tatsächlichen Verhältnisse des Betriebes (Gewinn, etc.) für die Höhe des Entgeltes maßgebend sind, so steht Ihnen ein Auskunftsanspruch gegen den Arbeitgeber zu.

Fordern Sie Ihren Arbeitgeber auf die relevanten Daten offen zu legen. Weigert er sich, so sollten Sie alsbald einen Rechtsbeistand einschalten.

Im Übrigen sind die Handlungen in der Insolvenz mehr als fragwürdig. Sie sollten sich hier etwas bedeckt halten.


Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER