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Anstehende Urlaubsreise nach Frankreich

| 01.09.2020 17:32 |
Preis: 47,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


19:53
Wir sollen am 12.9.2020 eine 14-tägige Reise in die Bretagne antreten. Wir fahren mit dem Auto und übernachten in Nancy (Region Grand Est, heute 13 Inzidenzen) hinzu und Epernay ( Département Marne, heute 15 Inzidenzen) rückzu. Bretagne selbst ist derzeit wenig belastet. Die kürzeste Route führt direkt durch Paris, die zweite mögliche, längere, über Orleans heute über 50 Inzidenzen. Der Reiseveranstalter beruft sich auf die Reisewarnung des RKI. In seinen AGB´s hat er stehen: "Stornogebühren....gilt nicht, wenn am Bestimmungsort oder in der Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände....erheblich beeinträchtigen.... "
Seitens der französischen Behörden wird vom "exponetiellen Wachstum" gesprochen. Prof. Kekule hat sich heute im MDR-Podcast gegen eine Reise nach Frankreich ausgesprochen. Wir sind beide um die 60 Jahre alt.
Wie gut stehen meine Chancen, die Reise beim aktuellen Stand ohne Stornokosten abzusagen?
01.09.2020 | 18:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,


ich kann Ihre Frage nicht beurteilen, ohne zu wissen, ob es sich um eine Pauschalreise handelt- wobei Ihre eigene Anreise etwas verwundert- können Sie mir die Reiseunterlagen einmal zeigen?

Ich werde Ihre Anfrage danach ausführlich beantworten

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

Nachfrage vom Fragesteller 01.09.2020 | 18:14

Bitte um Entschuldigung, das ist natürlich eine wichtige Angabe. Es ist eine Reise, nach persönlichen Wünschen im Paket vom Reiseveranstalter Umfulana zusammengestellt. Also Routenführung, Hotels etc. im Paket. Ursprünglich wollten wir fliegen und einen Mietwagen vor Ort nehmen, ist mit Rücksicht auf das Gewicht unseres Hundes (kein pet in cabine mehr möglich, müsste in den Gepäckraum) geändert worden, deswegen die eigene Anreise . Also keine Katalogreise, aber im Paket von einem Vertragspartner geplant, organisiert und abgerechnet.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.09.2020 | 19:53

Vielen Dank.


Nun, es liegt hier tatsächlich ein Reisevertrag vor , der verschiedene Reiseleistungen beinhaltet. Für diesen gelten besondere Regeln.

Kostenlose Reiserücktritte sind zunächst immer dann möglich, wenn eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die entsprechende Region besteht. Werden lediglich Hinweise veröffentlicht (leichte Atemmasken, Vermeidung von Menschenkontakten), so genügt dies nicht.

"Bei der Frage, ob eine erhebliche Erschwerung, Gefährdung oder Beeinträchtigung der Reise vorliegt, kommt es aber nicht auf die subjektive Einschätzung des Reisenden, sondern auf die objektive Lage im Zeitpunkt der Kündigung an. Dabei dürfen die Voraussetzungen für eine Gefährdung von Leib und Leben des Reisenden im Interesse des berechtigten Sicherheitsbedürfnisses des Urlaubers nicht zu hoch angesetzt werden (so AG Frankfurt/Main, 11.08.2020 - Az: 32 C 2136/20 (18); AG Augsburg, 9.11.2004 - Az: 14 C 4608/03)."

Andererseits genügt die allgemeine Einschätzung des Auswärtigen Amtes nicht.

Frankreich ist aktuell ebenfalls nicht als Corona-Risikogebiet eingestuft.

Andererseits ist Ihr Alter und das Ansteigen in Frankreich durchaus zu berücksichtigen.

Quelle: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/frankreich-node/frankreichsicherheit/209524

"Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Regionen Île-de-France (Départements Paris 75, Seine-et-Marne 77, Yvelines 78, Essonne 91, Hauts-de-Seine 92, Seine-Saint-Denis 93, Val-de-Marne 94, Val d‘ Oise 95) und Provence-Alpes-Côte-d’Azur (Départements Alpes-de-Haute-Provence 04, Hautes-Alpes 05, Alpes-Maritimes 06, Bouches-du-Rhône 13, Var 83, Vaucluse 84) wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt."

Weiter heisst es (Stand heute:)

"Frankreich verzeichnet wieder steigende COVID-19 Infektionszahlen. Besonders betroffen sind die Regionen Île-de-France, dort insbesondere das Départements Paris 75, und Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA), dort insbesondere die Départements Bouches-du-Rhône 13 und Alpes-Maritimes 06 an der Mittelmeerküste. In diesen Regionen überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb sie zu Risikogebieten eingestuft wurden. Daraus resultiert ein verpflichtender kostenloser PCR-Test bei Einreise nach Deutschland sowie ggf. eine Quarantäneverpflichtung."

Bei der Situation würde ich im Einzelfall zu einer kostenlosen Rücktrittsmöglichkeit kommen, wenn Ihre Reise diese Gebiete berührt- ob die von Ihnen gebuchten Städte her betroffen sind, sollten Sie einmal kurz selber überprüfen.

Ist das der Fall, so wird man die Stornierungsmöglichkeit zusprechen können, ggf. müssen Sie hier etwas hartnäckig bleiben gegenüber dem Reiseveranstalter- und schlimmstenfalls , am besten mit einer Rechtschutzversicherung - die Frage einer gerichtlichen Klärung zuführen.

Soltle Ihre Reise die angesprochenen Gebiete nicht betreffen, so sieht es hingegen weniger aussichtsreich aus.

Bewertung des Fragestellers 03.09.2020 | 17:00

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"Ich habe beim Schildern meines Anliegens eine wichtige Sache vergessen anzugeben, woraufhin mich der Anwalt hingewiesen hat. Man hat ja nur den "zweiten Schuss - die Rückfrage", die ich genutzt habe und die ausführlich beantwortet wurde."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 03.09.2020
4,8/5,0

Ich habe beim Schildern meines Anliegens eine wichtige Sache vergessen anzugeben, woraufhin mich der Anwalt hingewiesen hat. Man hat ja nur den "zweiten Schuss - die Rückfrage", die ich genutzt habe und die ausführlich beantwortet wurde.


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