Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ansprüche/Schadenersatz innerhalb Erbengemeinschaft


09.10.2006 17:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Hallo,

bin Mitglied einer Erbengemeinschaft, zu deren Eigentum eine Immobilie gehört.Die Miterben drängen auf Verkauf - ich selbst bin dagegen u.a. deshalb, weil meinerseits noch erhebliche Ausgleichsansprüche gegen den Nachlass bestehen, deren Feststellung auch mit der Immobilie im Zusammenhang stehen.Bislang kam es nur zu einer geringen Vorauszahlung zu Lebzeiten des Erblassers. Insgesamt wird eine Klage gegen die Miterben/Nachlass eingereicht werden müssen. Hinzu kommt, daß der Erblasser stets bekundet hat, daß die Immobilie nicht aus Familienhand kommen soll. Seitens des Erblassers besteht eine General- u. Vorsorgevollmacht zu meinen Gunsten, die über den Tod hinaus gilt.

Durch die Miterben wird nun damit gedroht, Schadenersatz gegen mich zu stellen, soweit ich dem Verkauf nicht zustimme und die Immobilie mittels Zwangsversteigerung geringer erlöst wird. Dies würde auch hinsichtlich Zinsverlust gelten.

Meine Frage - können mich die Miterben tatsächlich zum Schadenersatz verpflichten wenn ich dem freihändigen Verkauf der Immobilie nicht zustimme bzw. kann ich die Zwangsversteigerung vereiteln zumindest für den Zeitraum der Feststellung meiner Ausgleichsansprüche?
09.10.2006 | 19:39

Antwort

von


252 Bewertungen
Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:
Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Die Anmerkung meiner Kollegin kann ich nur unterstreichen. Im Rahmen der ersten Orientierung kann jedoch nach den wenigen Angaben zumindest folgendes gesagt werden:

2.Jeder Miterbe kann die Auseinandersetzung verlangen. Jedoch ist das dann nicht möglich, wenn der Erblasser tatsächlich die Auseinandersetzung hinsichtlich der Immobilie ausgeschlossen hat, wie Sie es beschrieben haben, § 2044 Abs. 1 BGB. In diesem Fall wären Schadensersatzansprüche voraussichtlich nicht durchsetzbar.

3.Wenn der Ausschluß nicht wirksam erklärt wurde, müssen die Miterben die Auseinandersetzung betreiben. Dann muss der Erlöß aus dem Verkauf akzeptiert werden.

Für eine abschließende Beurteilung möglicher Schadensersatzansprüche gegen Sie muss der gesamte Sachverhalt ermittelt werden und erst dann ist eine Aussage möglich. Gerne stehe ich Ihnen hierfür zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München
Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 09.10.2006 | 19:47

Sehr geehrte Frau Heussen,

meine Frage ist mißverstanden worden. Es geht schlicht darum, ob die Miterben gegen mich Schadenersatzansprüche aus Minderlös bzw. Zinsansprüche durch Langwierigkeit, jeweils aufgrund des Zwangsversteigerungsverfahrens, gegen mich geltend machen können, soweit ich dem freihändigen Verkauf nicht zustimme. Eine Verfügung seitens des Erblassers, die eine Auseinandersetzung unterbinden könnte, gibt es insoweit nicht. Es handelt es sich um mündliche Bekundungen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2006 | 22:43

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich hatte Sie genauso verstanden.
Wenn der Wille des Erblassers hinsichtlich der Immobilie und deren Nichtveräußerung nicht in testamentarischer Form gefasst wurde, ist sie auch nicht verbindlich.

Die Teilungsversteigerung ist gerade das Instrument, wenn ein Miterbe den Verkauf einer Erbsache verweigert. Wenn keine Einigung erzielt werden kann, muss die ERbengemeinschaft mit dem in der Teilungsversteigerung erzielten Gewinn leben. Denkbar sind Schadensersatzansprüche, wenn Sie die Teilungsversteigerung schuldhaft vereiteln oder etwas ähnliches unternehmen. Die bloßen Folgen einer Teilungsversteigerung, wie z.B. die Zeit, die ein solches Verfahren in Anspruch nimmt, betrifft die Erbengemeinschaft insgesamt. Ohne weitere Informationen zu Ihrem Erbfall kann eine weitergehende Auskunft nicht erfolgen.

ANTWORT VON

252 Bewertungen

Heinrich-Brüne-Weg 4
82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Internet und Computerrecht, Miet und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER