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Ansprüche bei Buchung eines Hundesitters und kurzfristige Absage (Gewerblich)


24.10.2017 10:13 |
Preis: 25,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle




Guten Tag,

ich arbeite als professioneller Hundesitter / Hundebetreuer (Tieraufseher).
Ich biete meine Dienste unter anderem im Internet, als auch durch Zeitungsannoncen an.
Gewerbeanmeldung (§ 14 GewO), Betriebshaftpflichtversicherung (§ 834 BGB) und Sachkundenachweise (§ 11 TierSchG) liegen vor.

Am 3. Oktober 2017 rief mich eine bis dahin unbekannte Kundin an und beauftragte mich telefonisch (fernmündlich), in der Zeit vom 20. Oktober 2017 bis 23. Oktober 2017 (vier Tage) auf ihren Hund aufzupassen, da sie dringend verreisen müsse und ihren Hund nicht mitnehmen könne.

Ich bestätigte der Kundin telefonisch, dass ich an diesen vier Tagen Zeit hätte und daher gerne in dem angegebenen Zeitraum ihren Hund betreuen kann.

Gleichzeitig bat ich die Kundin darum, mir den „Auftrag" nochmals schriftlich per E-Mail zu bestätigen.

Am 5. Oktober 2017 bestätigte mir die Kundin per E-Mail den bereits telefonisch besprochenen „Auftrag", wonach ich vom 20. Oktober 2017 bis 23. Oktober 2017 vier Tage lang auf ihren Hund aufpassen bzw. diesen betreuen solle.

Am 6. Oktober 2017 bestätigte ich der Kundin meinerseits ebenfalls nochmals schriftlich per E-Mail, dass ich mich in dem angegebenen Zeitraum um den Hund kümmern werde.

Nach meiner Meinung ist damit unstreitig ein Dienstvertrag gemäß § 611 BGB i.V.m. § 612 Absatz 1 BGB zustande gekommen.

Einen Tag vor Auftragsbeginn, nämlich am 19. Oktober 2017, rief mich die Kundin an und teilte mir mit, dass ich ihren Hund nun doch nicht beaufsichtigen und betreuen bräuchte, weil sie (angeblich) krank geworden sei und daher nicht wie beabsichtigt verreisen werde. Sie könne sich daher selbst um ihren Hund kümmern und bräuchte meine Dienste somit nicht mehr.

Die Kundin hat den erteilten „Auftrag" zur Betreuung ihres Hundes somit quasi kurzfristig „storniert".

Da es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt sondern mir Ähnliches nun schon öfter passiert ist, habe ich folgende Frage(n):

Stand der Kundin ein Kündigungs-, Rücktritts- oder Widerrufsrecht zu?

Habe ich einen Anspruch auf Zahlung einer Vergütung / Ausfallentschädigung und / oder Anspruch auf Schadenersatz?

Bitte antworten Sie mir freundlicherweise unter Nennung der Rechtsgrundlagen (Paragraphen).

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Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte beachten Sie, dass Sie bei einer Frage mit gewerblichem Hintergrund und beabsichtigter Mehrfachnutzung nur den Mindesteinsatz geboten haben. Nach den Nutzungsbedingungen und auch gegenüber anderen Ratsuchenden ist daher die Antwort entsprechend zu formulieren:


Der Vergütungsanspruch ergibt sich aus §§ 611, 612 BGB.

Es ist die vereinbarte (oder mangels Vereinbarung dann übliche) Vergütung zu zahlen, abzüglich der ersparten Aufwendungen.

Ein Widerrufs-/Rücktrittsrecht stand der Kunden nicht zu, wohl aber ein Kündigungsrecht. Aber mit der Vergütungsfolge.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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