Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
495.393
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anspruch/Frist für ein Zwischenzeugnis

| 06.04.2018 12:55 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite seit dem 02.01.2017 als IT-Systemadministrator in einem Bildungsunternehmen. Mein Vertrag war auf ein Jahr befristet (02.01.2017 - 31.12.2017). Der Arbeitsvertrag wurde im Dezember 2017 um ein weiteres Jahr verlängert.
Ich habe bereits vor der Verlängerung zwei mal ein Zwischenzeugnis angefragt, da ich nicht wusste wie sich die Vertragslage ändern wird.

Ich habe die Personalabteilung einmal direkt gebeten mir ein Zeugnis zu erstellen. Nach 3 Wochen habe ich eine erneute Anfrage auf das Zwischenzeugnis gestellt, allerdings über meinen Teamleiter.

Laut meinem Vorgesetzten ist das Zeugnis schon eine ganze Weile fertig, mir wurde allerdings kein genauer Zeitraum genannt (diese Information habe ich heute am 06.04.2018 erhalten, allerdings nur inoffiziell). Die Personalabteilung hat es versäumt mir zu sagen, das dieses Zeugnis bereits fertig ist und zur Abholung bereit liegt. Nun beharrt die Personalabteilung darauf, dass das Zeugnis verfallen sei.

Nun meine Frage:
Habe ich noch immer einen gültigen Anspruch auf das bereits fertiggestellte Zeugnis oder muss ich ein gänzlich neues Zeugnis beantragen ?
Da dieses Zwischenzeugnis einen Großteil meiner Betriebszugehörigkeit ausmacht, wäre dies von sehr großem Wert für mich.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung hatten Sie zum Zeitpunkt der Beantragung einen triftigen Grund für die Erstellung eines Zwischenzeugnisses, entsprechend hat die Personalabteilung ein solches Zeugnis dann auch aufgesetzt. Ich sehe hier daher keinen Grund, jetzt die Herausgabe des Zeugnisses zu verweigern. Ein Zwischenzeugnis verfällt nicht nach bestimmter Zeit, es behält sogar bei Ausscheiden des Arbeitgebers und Erteilung eines Endzeugnisses seine Wirksamkeit und kann vom Arbeitgeber nicht zurückgefordert werden. Auch eine Verwirkung des Anspruchs kann ich nicht erkennen, da Ihr Antrag erst einige Monate zurückliegen dürfte und Sie zudem nicht über Fertigstellung des Zeugnisses informiert wurden. Ein Widerruf des Zwischenzeugnisses käme nur in Betracht, wenn zwischenzeitlich Umstände eingetreten sind, die die Bewertung hinfällig machen (beispielsweise wird Ihnen im Zeugnis Vertrauenswürdigkeit attestiert, mittlerweile haben Sie aber eine Unterschlagung oder vergleichbare Pflichtverletzung begangen). Ansonsten haben Sie hier aus meiner Sicht weiterhin einen Anspruch auf Herausgabe des erstellten Zeugnisses.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2018 | 14:46

Sehr geehrter Herr Wilking,

es gab im Februar 2018 einen Vorfall, welcher in einer Abmahnung mündete.
Da ich das Zwischenzeugnis, bis heute nicht gesehen habe und dessen Inhalt nicht kenne, kann ich natürlich nicht sagen ob der Inhalt der Abmahnung (Pflichtverletzung und unkollegiales Verhalten) sich mit dem Inhalt des Zeugnisses beißt.
Sollte das der Fall sein, das mir in diesem Zwischenzeugnis ein Pflichtbewusstes und kollegiales Verhalten attestiert wird, dann wäre das Zwischenzeugnis hinfällig und ich müsste mir ein neues erstellen lassen ?
Allerdings möchte ich ein explizites Zeugnis, für den Zeitraum 02.01.2017 - 31.12.2017. Somit dürfte, die im Februar erstellte Abmahnung, doch nicht mit ins Gewicht fallen. Denn diese kann im Arbeitszeugnis angegeben werden, sollte ich das Unternehmen verlassen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.04.2018 | 15:05

Vielen Dank für die weiteren Informationen.

Tatsächlich kann ein solcher Vorfall einen Widerruf des Zeugnisses und damit eine Verweigerung der Herausgabe begründen, wenn er im konkreten Widerspruch zum Zeugnisinhalt steht. Dies müsste vom Arbeitgeber aber ausdrücklich erklärt und begründet werden, was in Ihrem Fall bisher nicht geschehen ist. Daher sollten Sie weiterhin auf Aushändigung bestehen.

Mit freundlichen Grüßen


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 10.04.2018 | 10:51

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Meine Frage inkl. der Nachfrage wurden vollständig und in gänze beantwortet.
Herr Wilking, hat mir damit einige Probleme erspart."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 10.04.2018 4,6/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 63204 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle und informative Antwort. Hat mir sehr geholfen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr schnelle und kompetente Antworten! Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
rasche und kompetente Beantwortung meiner Fragen. Genau das wollte ich. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER