Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anspruch gegen Krankenhaus als Pflichtteilsberechtigter

11.01.2020 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich werde versuchen mich hier so kurz und bündig wie möglich zu halten.
Zum Fall:
Am 02.11.2018 ist mein Vater verstorben. Kurz vor seinem Tod (September 2018) hatte er geheiratet.
Am 06.09.2018 hatte er ein Testament aufgesetzt, in welchem er mich enterbt hatm und seine Frau zur alleinigen Erbin bestimmte.
Aufgrund meines Pflichtteilsrechtes wurde ein Nachlassverzeichnes eröffnet, aus welchem ich zu 1/4 ausgezahlt wurde. Hier ist zu erwähnen, dass ich mit meinem Anwalt mehrere Schreiben aufsetzten musste, um die Berechnungsgrundlage nach oben zu setzten, da die Gegenseite versuchte durch ein Wohnrecht dessen Aktivbestand um ca. 150.000,00 Euro zu mindern. Kurz: Das Nachlassverzeichnis war falsch. Durch meinen Onkeln (Bruder meines Vaters) weiß ich, dass sich noch mehrere hochwertige Uhren in seinem Besitz befanden (Rolexuhren), die bis heute nicht im Nachlass erschienen sind.
Nun zur eigentlichen Frage:
Mein Vater hatte vor seinem Tod mehrere Krankenhausaufenthalte, wobei er mit 100%iger Sicherheit eine der besagten Rolexuhren trug. Die Gegenseite reagierte auf unsere Konfrontation hierzu mit folgendem Zitat:
"In der Tat kann sie sich daran erinnern, zu Anfang der Beziehung auch mehrmals eine Rolex Uhr gesehen zu haben , die der Erblasser trug. Diese wurde dann offenbar defekt. Über den Verbleib der defekten Rolex Uhr ist unserer Mandantin nichts bekannt. Im Nachlass war sie nicht. Er hatte sich dann allerdings ein Ersatzmodell vor ca. 5 Jahren angeschafft. Diese hatte er auch bei seiner noitfallmäßigen Einlieferung am 14.06.2018 in Krankenhaus getragen. Offensichtlich ist diese Rolex-Uhr dort weggekommen, da unsere Mandantin jedenfalls bei Aushändigung der Gegenstände des Erblassers eine Armbanduhr dort nicht vorfinden konnte. Nachforschungen blieben ergebnislos. "

Hier ist zu erwähnen, dass seine Ehefrau, damals zum Zeitpunkt 14.06.2018 noch gar nicht seine Ehefrau war, sondern nur seine Freundin. Laut der Gegenseite gab es hier auch keine Übergabeprotokolle seitens des Krankenhauses und sie musste auch keine Unterschrift für den Erhalt der Wertsachen abgeben.
Dies erschien mir merkwürdig, sodass wir die Gegenseite aufforderten, eine Eidesstattliche Versicherung auf die Richtigkeit aller Angaben abzulegen. Diese wurde dann von der Gegenseite Notarlich erstellt und uns übersandt.

In der Sache" Verlust der Rolexuhr im Krankenhaus erklärte mir mein Anwalt wie folgt":
"Sie selbst haben keinen Schadenersatzanspruch gegen das Krankenhaus, da Sie nicht Erbe geworden sind. Theoretisch wäre ein werthaltiger Schadensersatzanspruch der Erbin gegen das Krankenhaus ein vermögenswerter Vorteil, der bei der Pflichtteilsberechnung zu berücksichtigen ist. Hierzu fehlen jedoch für den Moment alle Anhaltspunkte, dass ein solcher durchsetzbarer Anspruch gegen das Krankenhaus besteht. "

Meine Frage an Frag-einen-Anwalt.de ist nun:
Hat mein Anwalt recht und ich habe keinen Anspruch gegen das Krankenhaus als Pflichtteilsberechtigter?
Meiner Auffassung nach muss das Krankenhaus sich in solchen Situationen absichern und alles dokumentieren.
Habe ich, da am 14.06.2018 noch keine Ehe bestand, eventuell einen Anspruch darauf, die möglich vorhandenen Dokumentationen/Protokolle zu den Wertsachen meines Vaters bei seinem Krankenhausaufenthalt einzufordern, oder hat mein Anwalt recht und wir haben keine Chance an diese Informationen seitens des Krankenhauses zu gelangen.

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

11.01.2020 | 14:11

Antwort

von


(1180)
Postanschrift: Postbox 65308X
11516 Berlin
Tel: 015751362517
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Auskunftsansprüche dem Nachlass bezogen stehen grundsätzlich nur den Erben zu.

Im Zeitpunkt des Krankenhausaufenthalts lebte Ihr Vater noch, sein Eigentum war betroffen, nur er hatte einen Anspruch dem Krankenhaus gegenüber.

Dieser Anspruch ist nun auf die Alleinerbin übergegangen.

Sie wurden enterbt und können daher die vorbezeichneten Ansprüche nicht ausüben.

Ihr Anwalt hat daher recht.


Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

(1180)

Postanschrift: Postbox 65308X
11516 Berlin
Tel: 015751362517
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Gesellschaftsrecht, Baurecht, Familienrecht, Vertragsrecht, Verwaltungsrecht, Internet und Computerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90380 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank, hat mir sehr gut weiter geholfen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausführliche, kompetente und schnelle Antwort, danke schön! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Äußerst kompetente, verlässliche und ausführliche Beantwortung meiner Fragen. Hat mir sehr weitergeholfen - vielen Dank! ...
FRAGESTELLER