Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anspruch eines Immobilienmaklers auf Maklerprovision

| 04.11.2010 11:49 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir haben über einen Immoblienmakler einer Bausparkasse ein Haus erworben, das mit erheblichen versteckten Mängeln behaftet ist. Nachweislich hatte der Makler Kenntnis von diesen Mängeln (ihm lag sogar ein Gutachten seitens der Verkäufer vor), hat sie aber weder im Exposee noch im Rahmen der Gespräche zur Verkaufsanbahnung erwähnt. Die Maklercourtage wurde in vollem Umfang gezahlt.

Nach dem Kauf der Immobilie haben wir dann von den Mängeln erfahren. Die Klage gegen die Verkäufer auf Rückabwicklung scheidet aus, da dort nichts zu holen sein wird. Wir beabsichtigen jetzt, die Bausparkasse im Rahmen ihrer gesamtschuldnerischen Haftung auf den "großen Schadensersatz" zu verklagen.
Nachdem der Anspruch auf Maklercourtage eigentlich aufgrund der arglistigen Täuschung (wenn nicht sogar Betrug) seitens des Maklers verwirkt wäre, stellt sich folgende Frage:

Besteht der Anspruch auf Maklercourtage dann weiter, wenn die Bausparkasse Schadensersatz in voller Höhe leistet?

Oder, anders formuliert: Gilt die Maklercourtage auch dann als verdient, wenn der Verkauf in betrügerischer Absicht zustande kam, die dem Käufer entstandenen Schadensersatzansprüche aber später befriedigt wurden?

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

04.11.2010 | 12:19

Antwort

von


(458)
Mauerstrasse 36
72764 Reutlingen
Tel: 07121 128221
Web: http://www.anwalt-vogt.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne darf ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Verletzt der Makler seine Pflichten aus dem Maklervertrag, so kann dem Geschädigten zunächst einmal ein Schadensersatzanspruch zustehen. Der Bestand des Lohnanspruches wird durch diesen Schadensersatzanspruch allerdings grundsätzlich nicht berührt. Lediglich wenn der Makler vertragswidrig auch für den anderen Teil tätig geworden ist, verliert er nach § 654 BGB: Verwirkung des Lohnanspruchs den Anspruch auf seine Provision.

War die Pflichtverletzung allerdings für den Anfall der Provision ursächlich, d.h. wäre der Kaufvertrag ohne die Pflichtverletzung nicht geschlossen worden, so hat der Makler den Geschädigten nach § 249 BGB: Art und Umfang des Schadensersatzes provisionsfrei zu stellen. D.h. in diesem Fall besteht dann ein Anspruch auf Rückzahlung der Provision. Dieser Anspruch besteht unabhängig von eventuellen Schadensersatzansprüchen gegen den Verkäufer.

Wenn Sie dem Makler also nachweisen können, dass er pflichtwidrig falsche Informationen an Sie weiter gegeben hat oder wesentliche Informationen unterdrückt hat, sollten Sie die gezahlte Provision unabhängig vom Ausgang des Verfahrens gegen die Bausparkasse zurück fordern.

Allerdings sollten Sie sich aufgrund der erheblichen wirtschaftlichen Bedeutung der Angelegenheit aus meiner Sicht nochmals ausführlich unter Schilderung der Gesamtumstände von einem ortsansässigen Kollegen beraten lassen.

Abschließend hoffe ich, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Vogt

Bewertung des Fragestellers 04.11.2010 | 12:34

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Fundierte, schnelle Beantwortung. Hat das Problem sofort erkannt und eine kurze und gut verständliche Antwort formuliert. Besten Dank - nur zu empfehlen!

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Michael Vogt »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.11.2010
5/5,0

Fundierte, schnelle Beantwortung. Hat das Problem sofort erkannt und eine kurze und gut verständliche Antwort formuliert. Besten Dank - nur zu empfehlen!


ANTWORT VON

(458)

Mauerstrasse 36
72764 Reutlingen
Tel: 07121 128221
Web: http://www.anwalt-vogt.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht