Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anspruch aus fondsgebundener Rentenversicherung im Todesfall

| 26.03.2011 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Mein verstorbener Bruder hatte über eine Bank eine fondsgebundene Versicherung einer LV-Gesellschaft mit einer Einzahlungssumme von € 50.000,- und einer Laufzeit von 5 Jahren ( danach Wahlrecht auf monatl. Rente oder Einmalauszahlung ) abgeschlossen. Die Einzahlungssumme wurde zum 1.7.2010 zu je 50% in die Fonds der ’DWS Top 50 Asien’ und ’DWS Top-Dividende’ angelegt. Die Mindesttodesfallsumme wurde mit 0% der Beitragssumme und ein Rückkaufwert zu Ende 2011 von € 46.810,- angegeben Für den Todesfall bin ich als Empfänger der Versicherungsleistungen wie folgt eingetragen:

"Im Todesfall der versicherten Person bis zum Abruftermin erfolgt eine Leistung in Höhe des Vertragsguthabens ( Fondsdeckungskapital und Garantiedeckungskapital ) zzgl. des anteiligen Schlussüberschusses und zzgl. der Differenz zwischen Mindesttodesfallsumme und dem Vertragsguthaben, falls dieses geringer ist".

Nachdem ich über die Bank vor knapp 14 Tagen die Auszahlung der Versicherungssumme schriftlich anforderte, bekam ich heute das Schreiben der LV-Gesellschaft über die Auszahlungssumme in Höhe von € 49.430,65 ohne weitere Kommentierung:

Meine Fragen:
- Was habe ich unter dem Vertragsguthaben in Form des Fondsdeckungskapital und des Garantiedeckungskapital sowie dem anteiligen Schlussüberschuss zu verstehen; spielt dabei die Tagesbewertung der Fondanteile bei Auflösung ggf. eine Rolle?
- Scheint die Auszahlungssumme realistisch und wie kann ich grundsätzlich überprüfen, in wie weit dieser Betrag ’korrekt’ ist - muss ich ggf. Einspruch erheben bzw. was kann ich von der LV-Gesellschaft an-/einfordern?

- Was habe ich unter dem Vertragsguthaben in Form des Fondsdeckungskapital und des Garantiedeckungskapital sowie dem anteiligen Schlussüberschuss zu verstehen; spielt dabei die Tagesbewertung der Fondanteile bei Auflösung ggf. eine Rolle?

Das Vertragsguthaben setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen: Fonddeckungskapital und Garantie-Deckungskalital. Die Tagesbewertung der Fondanteile spielt eine Rolle bei dem Fonddeckungsanteil, während das Garantie-Deckungskapital das Teil des Kapitals, das nicht in einen Fond eingelegt wird, ist. Es unterliegt daher nicht Wertschwankungen.

Die Überschusseteiligung ergibt sich aus § 153 VVG, das gem. § 4 Abs. 1 EGVVG an Altverträge anwendbar ist, wenn eine solche Beteiligung vereinbart worden ist. Der Vertrag Ihres Bruders ist ein Altvertrag, da er vor dem 01.01.2008 abgeschlossen worden ist. Dennoch ist § 153 VVG anwendbar, weil diese - laut Ihrem Vorbringen -abgeschlossen sei.

- Scheint die Auszahlungssumme realistisch und wie kann ich grundsätzlich überprüfen, in wie weit dieser Betrag ’korrekt’ ist - muss ich ggf. Einspruch erheben bzw. was kann ich von der LV-Gesellschaft an-/einfordern?

Ob die Summe realistisch ist, kann ich nicht ohne konkrete Zahlen überprüfen. Sie hängt auch von einer Zahl ab, die nur die VErsicherung wissen kann, weil sie das Geld in einen Fond eingelegt hat, dessen Wert sie bei der Auflösung kannte. Sie selbst kennen diesen Wert auch nicht.


Es gibt auch keinen Einspruch in dem Sinn, der zu erheben wäre. Sie sollen die LV anschreiben, die angebotene Leistung unter Vorbehalt der Richtigkeit der Berechnung der Leistungshöhe annehmen, eine Überweisung an ein Kto. erbitten und eine Frist für die Darlegung der Schlüssigkeit der Höhe der Auszahlungssumme bzw. für die Darlegung der Berechnugnsweise setzen.
Sie sollen auch vergleichen, ob diese Berechnungsweise vertraglich mit Ihrem Bruder vereinbart worden ist, und ob sie sonst korekt vorgenommen worden ist.

Das war eine Erstberatung, die Ihrer Orientoerung diente.

Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2011 | 10:49

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Zu Ihrer Information ist der Vertrag wie ausgeführt erst am 1.7.2010 abgeschlossen ( Sie erwähnten einen Abschluss vor dem 1.1.2008? ). Es ist von einer Überschussverwendung während der Ansparphase in Form einer Anlage in Fondsanteilen die Rede.

Kann es in diesem Fall sein, da im Vertrag steht, dass der Sparbeitrag zu je 50% in die zwei aufgeführten Fonds angelegt ist, dass gar kein Garantiedeckungskapital vorhanden ist, sondern lediglich das Fondsdeckungskapital die Anlage definiert? Oder wird ggf. nur der Überschuss in den Fonds angelegt und der Rest ist das sog. Garantiedeckungskapital?

Danke nochmals für Ihre Antwort im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2011 | 16:22

Vielen Dank für die Nachfrage.

Ich habe nur einen kurzen Kommentar zu Ihren Ausführungen in der Nachfrage:

Sie haben nicht ausdrücklich ausgeführt, dass der Vertrag an dem 01.07.2010 abgeschlossen worden ist, sondern dass an dem Tag das Geld eingezahlt worden ist. Ich habe nur vermutet, dass der Vertrag nur länger vor dem Tod abgeschlossen und an dem Tag eine weitere Summe eingezahlt worden sei.

Ihre Nachfragen:

Kann es in diesem Fall sein, da im Vertrag steht, dass der Sparbeitrag zu je 50% in die zwei aufgeführten Fonds angelegt ist, dass gar kein Garantiedeckungskapital vorhanden ist, sondern lediglich das Fondsdeckungskapital die Anlage definiert?

Ja, das wird der Fall sein. Je 25.000 € werden in die Fonds eingelegt, ohne dass ein Garantie-Deckungskapital vorhanden ist. Bei der Auszahlung wird dann wohl in der Schlussrechnung dieses auch mit 0 bewertet werden.

Oder wird ggf. nur der Überschuss in den Fonds angelegt und der Rest ist das sog. Garantiedeckungskapital?

Nein, das kann nicht der Fall sein, weil es in einer so kurzen Zeitspanne nicht Überschuss in der Höhe geben kann- wenn es in dem Fall Ihres Bruders überhaupt einen gegeben hat- , um damit einen Anteil an einem Fond zu kaufen.


Es ist von einer Überschussverwendung während der Ansparphase in Form einer Anlage in Fondsanteilen die Rede.

Das hat nur zu sagen, dass der Überschuss nicht ausgezahlt wird, sondern weiter angelegt wird, solange der Versicherungsvertrag besteht. Da Ihr Brunder verstorben ist, wird das natürlich ausgezahlt, soweit Guthaben vorhanden ist.

Sie sollen aber erstmal verlangen, dass die Auszahlungssumme bzw. die Berechnugnsweise schlüssig gemacht wird. Dann werden Sie Einzelwerte ablesen können

Mti freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 28.03.2011 | 13:34

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"sehr ausführliche, verständliche Antworten - gern wieder!"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 28.03.2011 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69615 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und kompetente Hilfe - super! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Eine gute Erfahrung und eine verständliche Schilderung des Sachverhaltes. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Gute und schnelle Antwort. Danke. ...
FRAGESTELLER