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Anspruch auf in der Ehe erworbenes Haus mit Grundstück

17.08.2009 20:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Guten Tag,

Meine Frau und ich leben in einer Ehe ohne Ehevertrag. Wir haben uns , nachdem wir ca. 2 Jahre verheiratet waren ein Haus gekauft.

Sowohl der Kredit als auch die Grundbucheintragung wurden nur auf mich abgeschlossen bzw. eingetragen unter anderem weil meine Frau kein eigenes Einkommen hat.

Meine Frage ist was meine Frau im Falle einer Scheidung für Ansprüche hat? Ich weiß nicht ob das relevant ist aber meine Frau ist chinesische Staatsbürgerin.

Über eine schnellte Antwort wäre ich sehr glücklich da wegen dieser Sache der Haussegen schief hängt.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Zunächst einmal das einfachste vorweg: Die Staatsangehörigkeit Ihrer Frau spielt keine Rolle.

Da Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, spielt die erworbene Immobilie beim Zugewinnausgleich eine Rolle, der im Falle einer Scheidung durchzuführen wäre.

Zugewinnausgleich bedeutet, dass für jeden Ehegatten gesondert ermittelt wird, welchen Zugewinn er während der Ehezeit erwirtschaftet hat. Der Zugewinn berechnet sich also aus Endvermögen (am Tag der Scheidung) - Anfangsvermögen (am Tag der Eheschließung). Schulden sind jeweils abzuziehen. Sodann werden die Beträge beider Ehegatten verglichen und derjenige, der einen höheren Zugewinn erwirtschaftet hat muss dem anderen die Hälfte dieses Überschusses abgeben.

Berücksichtigt man in Ihrem Fall nur das Hausgrundstück und lässt andere Vermögenswerte außen vor, spielt das Haus nur in Ihrem Vermögen eine Rolle, da Sie allein im Grundbuch stehen und mithin Alleineigentümer sind.

Während der Ehe hat sich Ihr Vermögen dann um den Wert des Hauses erhöht. Abzuziehen ist hiervon die Restdarlehenssumme, die noch nicht getilgt ist. Bei dem sich dann ergebenden Betrag handelt es sich um Ihren Zugewinn. Hiervon hätten Sie Ihrer Frau im Scheidungsfalle die Hälfte abzugeben, vorausgesetzt, dass Ihre Frau keinen Zugewinn erwirtschaftet hat, der abzuziehen wäre.

Zudem müssten solche Beträge außen vor bleiben, die im Zugewinn keine Berücksichtigung finden, mit denen Sie das Haus aber finanziert haben. Hierzu mal ein Beispiel: Hätten Sie zu Beginn der Ehe ein Anfangsvermögen von 100.000 € gehabt und hätte das Haus 250.000 € gekostet, wovon im Scheidungszeitpunkt 50.000 € noch nicht beglichen wären, würde sich Ihr Zugewinn wie folgt berechnen: Endvermögen 200.000 € (Wert des Hauses 250.000 € minus Schulden 50.000 €) minus Anfangsvermögen 100.000 € = Zugewinn 100.000 €. Hätte Ihre Frau keinen Zugewinn, hätten Sie hiervon die Hälfte, also 50.000 €, abzugeben.

Es kommt also maßgeblich darauf an, ob das Haus aus Mitteln bewirkt worden ist, die in den Zugewinnausgleich fallen oder nicht.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu ahben.

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