Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anspruch auf Unterhaltszahlung nach Trennung aus eheähnlicher Lebensgemeinschaft?

10.09.2009 23:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Partner, mit dem ich 12 Jahre in einer eheähnlichenlichen Lebensgemeinschaft zusammenlebte, hat mich vor 1 1/2 Wochen plötzlich verlassen.
Wir hatten zwei Monate zuvor noch von Heirat und einer gemeinsamen Zukunft gesproche.
Er wohnt zur Zeit noch in der gemeinsamen Wohnung (Der Mietvertrag läuft auf meinen Namen; er ist lediglich hier gemeldet, allerdings kein Untermieter)
Er hat ab dem 1.10.2009 eine neue Wohnung gemietet und will dann ausziehen.

Ich bin seit dem 1. Juli arbeitslos und bekomme, da ich die letzten 8 Jahre nur eine Teilzeitstelle als Grafik- Designerin hatte ein Arbeitslosengeld von 538,- EUR/montl..
Nach Abzug aller Kosten bleiben mir somit ca. 80,- EUR/monatl. zum Leben.

Mein Partner, ein gut verdienender Architekt mit einem Einkommen von 4000,- EUR/Monat plus jährlicher Bonuszahlung und Firmenwagen bietet mir nun an die monatlichen Mietkosten in Höhe
von 324,- EUR für einen Zeitraum von 5 Monaten zu übernehmen.
Er überläßt mir außerdem die komplette Wohnungseinrichtung (keine hohen Werte) und will mir das Auto schenken (ein 10 Jahre alter Golf), welches er noch bis Mitte Dezember selbst nutzen möchte.
Die Zusagen habe ich mündlich ohne Zeugen.

Er hat Unterhaltsverpflichtungen für eine Tochter aus erster Ehe von ca. 400,- EUR/montl.
Wir haben keine Kinder.

Falls für meine Frage relevant:
Ich selbst habe Ersparnisse von ca. 9000,- EUR die ich allerdings nicht gerne für meine tägliche Lebensführung ausgeben möchte.

Meine Fragen an Sie lauten:
a) Habe ich in dieser Situation Anspruch auf Unterhalt, bzw. könnte mir mehr zustehen (bzw. für einen längeren Zeitraum) als mir mein ehemaliger Partner anbietet?

b) Wenn dies Aussichtsreich ist: Muß ich bei meinen Einkommesverhältnissen Anwaltskosten zahlen, falls ich einen Anwalt vor Ort aufsuche?


Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Fragen auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Sie haben gegen Ihren Lebensgefährten keine gesetzlichen Unterhaltsansprüche.

Unterhaltsansprüche aus Anlass des Zusammenlebens bestehen nicht. Allerdings lässt die Rechtsprechung die Begründung vertraglicher Unterhaltsansprüche zu.

Dies wird durch Vereinbarung der Parteien herbeigeführt.

Aus diesem Grund sollten Sie das Angebot Ihres Lebensgefährten annehmen, da Ihnen andererseits sonst gar nichts zusteht.

Höhere Forderungen dürften an der Einigung Ihres Lebensgefährten scheitern.
Grundsätzlich müssen Sie Ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. Dazu ist es u.U. erforderlich das Sparguthaben in Anspruch zu nehmen.

Hinsichtlich von Anwaltskosten dürfte Ihr Einkommen nicht dazu ausreichen, um die Kosten selbst zu zahlen.

Insofern kommt die Gewährung von Beratungshilfe für die außergerichtliche Tätigkeit und Prozesskostenhilfe für das gerichtliche Verfahren in Betracht.

Jedoch wird auch hier das vorhandene Vermögen berücksichtigt, so dass dies vorrangig zu Kostendeckung herangezogen werden muss.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.

Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen, sofern Sie der Nutzung dieser Möglichkeiten aufgeschlossen gegenüberstehen.

Eine weiterführende Vertretung zieht allerdings weitere Kosten nach sich. Im Fall einer Beauftragung würde ich den hier gezahlten Einsatz auf meine nachfolgenden Gebühren vollständig anrechnen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69096 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Anwälte können nur dann richtige Aussagen treffen wenn die Frage auch richtig formuliert war. Dies musste ich nachholen und war mein Fehler. Herr Richter hatte sich dann erneut die Mühe gemacht und erneut umfangreich recherchiert. Ich ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde zur vollsten Zufriedenheit beantwortet. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und klare Antwort! Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER