Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anspruch auf Rückschnitt von Bäumen an der Grundstücksgrenze?

20.10.2013 14:42 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Zusammenfassung: Der Anspruch auf das Zurückschneiden zu hoher Bäume im nachbarlichen Grenzbereich verjährt in fünf Jahren

Als wir unser Grundstück (BW) erwarben vor 14 Jahren, standen auf der Grenze relativ grenznah damals kleine Laubbäume.

Diese Bäum sind ca. 2 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt und zwischenzeitlich 8-10 Meter hoch.

Der Schattenwurf auf unserem Grundstück ist in der Zwischenzeit beträchtlich, die Sicht (Hanglage) wird komplett versperrt.

Die mehrmalige Bitte, die Bäume doch soweit zu kürzen, dass wir über seinen Dachgiebel hinweg in das Tal sehen können und er trotzdem noch Sichtschutz hat, wurde von dem Nachbarn abschlägig beschieden.

Können wir das Kürzen der Bäume verlangen oder haben wir irgendwelche Verjährungsfristen übersehen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung müssen Sie mit der Sichtbehinderung durch die hohen Bäume leben. Zwar besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Kürzung. Der Geltendmachung steht in Ihrem Fall aber der Einwand der Verjährung gegenüber:

Stehen die Bäume weiter als 2 m von der Grundstücksgrenze weg, so gibt es keine Höhenbegrenzung; Sie haben keinen Anspruch gegen den Nachbarn, die Bäume zu stutzen.
Sofern Bäume in einem Abstand von bis zu 2 m zur Grundstücksgrenze stehen, dürfen diese nicht höher als 2 m sein. Andernfalls haben Sie einen Anspruch gegen den Nachbarn, dass die Bäume zurückzuschneiden sind. In Ihrem Fall bedeutet dies, dass Sie zunächst den genauen Abstand der Bäume ermitteln müssten (gemessen ab Baummitte bis zur Grundstücksgrenze).
Der Anspruch verjährt allerdings nach fünf Jahren, so dass die Geltendmachung in Ihrem Fall grds. ausgeschlossen ist.

In Ausnahmefällen kommt der verjährte Anspruch gegen den Nachbarn nach den Grundsätzen von Treu und Glauben dann doch noch in Betracht, wenn eine schwerwiegende Beeinträchtigung vorliegt, wie dies zum Beispiel der Fall ist, wenn man wegen der Verschattung auch tagsüber in der Wohnung Licht einschalten muss. Ob ein solcher Ausnahmetatbestand vorliegt, sollte ein geeigneter Rechtsanwalt für Sie prüfen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Nelsen, Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 73701 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr ausführliche und kompetente Antwort. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
schnelle Antwort, recht ausführlich, für uns Laien anfänglich etwas widersprüchlich, aber auf Nachfrage geklärt ...
FRAGESTELLER