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Anspruch auf Rückerstattung Anzahlung bei Widerrufsrecht (Kauf eines Brautkleides)

| 13.04.2008 23:37 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Meine Frau hat in einem Brautmodenladen ein Brautkleid ausgesucht und es bestellen lassen. Dazu hat sie eine Anzahlung in Höhe von 500 EUR geleistet und einen Kaufvertrag unterschrieben.
Dort steht u.a. "Die Anzahlungen werden nicht zurückerstattet. Der Kaufvertrag und Änderungsaufträge sind verbindlich."

Ein Tag später hat meine Frau ein schöneres Kleid gefunden und möchte diese kaufen und daher den ersten Kaufvertrag widerrufen.

Die Verkäuferin weigerte sich am Telefon den Vertrag zu widerrufen. Sie wird die Anzahlung nicht zurückerstatten und meien Frau muss das Kleid kaufen, da es für sie bestellt wird.

Auch das Angebot meiner Frau die Anzahlung in einen Gutschein umzuwandeln lehnte sie wehement ab.

Nun unsere Fragen:
- Wir kennen die AGBs des Brautmodenladen nicht. Haben wir injedem Fall ein Widerrufsrecht ?

- Hat meine Frau Anspruch auf Rückerstattung der Anzahlung ?

- Es sind ca. 4 Tage vergangen. Sollen wir schriftlich den Vertrag widerrufen um die 14-Tage Frist nicht zu überschreiten ?


HERZLICHEN DANK

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn der Vertrag wirksam ist (wovon auf den ersten Blick auszugehen ist), dann haben Sie leider weder ein Widerrufsrecht noch können Sie die Anzahlung zurückverlangen.

Sie denken hier wohl fälschlich an das Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen. Hier aber handelt es sich um einen normalen Werkvertrag/Kaufvertrag.

Lesen Sie nochmals die AGB des Brautmodeladens durch bzw. beauftragen Sie einen Anwalt damit. Auch wenn die erste Tendenz schlecht ist, muss das keinesfalls das letzte Wort sein, z.B. wenn einzelne Klauseln der AGB unwirksam sind.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln. Beachten Sie bitte, dass dieses Frageportal den Gang zum Rechtsanwalt nicht ersetzt, sondern allenfalls eine erste Tendenz aufzeigt.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schneider
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 14.04.2008 | 09:27

Sehr geehrter Herr Dr. Schneider,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Ich habe verstanden, dass wir kein Widerrufsrecht haben.

Noch eine abschließende Frage:
- Nehmen wir an, wir möchten das Kleid nicht kaufen und nehmen in Kauf die Anzahlung zu verlieren. Können wir auch verpflichtet werden das Kleid zu kaufen ?

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.04.2008 | 10:38

Sehr geehrter Fragesteller,

das kommt auf die jeweilige vertragliche Vereinbarung an (z.B. die AGB), aber grundsätzlich wären Sie aus dem Vertrag voll verpflichtet, d.h. Sie müssten insbesondere den vollen Preis zahlen (dafür würden Sie natürlich das Brautkleid erhalten). Wenn die Verkäuferin "hart" bleibt, kann Sie also das Brautkleid entwerfen/bestellen und neben der Anzahlung den restlichen Kaufpreis verlangen.

Sie sollten sich daher die AGB genau durchlesen und evtl. Kontakt mit der Verkäuferin aufnehmen, um wenigstens den Vertrag einvernehmlich insoweit zu stornieren, dass Sie nur noch die Anzahlung leisten müssen (natürlich werden Sie dann auch kein Brautkleid erhalten). Ob das wirtschaftlich sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Das müssen Sie selbst entscheiden.

MfG

Dr. Schneider
Rechtsanwalt

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