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Anspruch auf Resturlaub bei Kuendigung zum 31.Juli.

15.06.2014 13:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung:

Wenn Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht gewährt wird, ist er nach § 7 IV BUrlG abzugelten.

Hallo zusammen,
Ich möchte mein unbefristetes Arbeitsverhältnis zwecks Arbeitgeberwechesel zum 31. Juli 2014 ordentlich kündigen.
Das AV besteht seit September 2009 ein schriftlicher Arbeitsvertrag besteht nicht.
Mir wurde von Anfang an ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen ( bei 5 Tagewoche) gewährt.
Aus dem Vorjahr habe ich 9 Tage Resturlaub ins neue Jahr mitgenommen welche ich schon genommen habe. Zusätzliche habe ich bereits 2 Tage des neuen Urlaubs genommen.
Aus meiner DATEV Lohnabrechnung vom Mai 2014 geht hervor daß ich für 2014 noch einen Urlaubsanspruch von 28 Tagen habe.

Nun zu meiner Fragen,
Habe ich bei einer ordentlichen Kündigung meines AV zum 31. Juli 2014 einen Anspruch auf die Gewährung des gesamten Jahresurlaubs (28 Urlaubs Tage) oder nur auf den gesetzlichen Mindesturlaub von 4 Wochen ( 20 Urlaubs Tage bei 5 Tagewoche).
Kann mir mein Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen verwehren diesen Ulaub zu nehmen. Obwohl er anderen Arbeitskollegen ihren Urlaub gewährt bzw. Der Betrieb Anfang August 2-3 Wochen Betriebsferien macht.
Welchen Nachweis müsste der Arbeitgeber erbringen das er mich nicht entbehren kann.

Seit Jahresbeginn bin ich für meinen deutschen AG auf einer Baustelle in der Schweiz beschäftigt, was ihn auch dazu verpflichtet den schweizer Mindestlohn zu zahlen( tut er auch).
Mein durchschnittlicher Monatslohn der letzten 5 Monate liegt somit bei ca. 5000 Euro ohne Spesen und Zuschlage.
Wenn ich ausschließlich in Deutschland beschäftigt bin liegt er bei ca. 2800 Euro.
Habe ich im Falle einer Ulaubsabgeltung im Kündigungsfall einen Anspruch auf Entlohnung der in letzten 3 Monaten durchschnittlich verdienten 5000 Euro oder der 2800 Euro welche ich bei Beschäftigung in Deutschland hätte?

Für Ihre Antworten bedanke ich mich im Voraus.
Gruß, der Arbeitnhmer

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn das Arbeitsverhältnis, wie bei Ihnen, in der zweiten Jahreshälfte endet, haben Sie den vollen Urlaubsanspruch für 2014 erworben. Wenn Ihnen immer 30 Tage gewährt wurden, können Sie sich darauf berufen. Es ist also korrekt, wenn Ihre Abrechnung 28 Tage Resturlaub ausweist.
Auch wenn Sie kündigen, können Sie den vollen Urlaub für 2014 verlangen. Grundsätzlich muss der AG Ihnen den Urlaub gewähren, nur wenn das aus dringenden betrieblichen Gründen nicht möglich ist, wäre der Rest abzugelten nach § 7 IV BUrlG . Man muss dafür die Umstände des Einzelfalles prüfen. Ihr AG müsste nachweisen, dass er auf Sie angewiesen ist und ansonsten nicht ausreichend Personal für die Baustelle hätte. Wenn die Kollegen Urlaub erhalten, spricht das stark dafür, dass eine Bewilligung möglich wäre. Sie sollten nach Kündigung also Ihren Resturlaub in der Kündigungsfrist beantragen. Es gibt keine gesetzliche Basis dafür, welche Unterlagen vorgelegt werden müssen. Wenn Ihnen der Urlaub nicht gewährt wird, ist er abzugelten.

Für die Abgeltung des Urlaubs kommt es auf den Verdienst der letzten 13 Wochen ohne Überstunden an, das ergibt sich § 11 BUrlG . Es würden also Ihre höheren Bezüge für die Berechnung zählen.

Es kommt auf die tatsächliche Vergütung im 13 Wochen Zeitraum an.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht


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