Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anspruch auf Reparatur/Kostenerstattung bei gebrauchtem Leasingfahrzeug

09.02.2010 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

ich habe vor 5 Monaten ein 2,5 Jahre altes Fahrzeug geleast, welches ich zwar als natürliche Person, jedoch vor allem für meine selbstständige Tätigkeit nutze.
Nun hat das Fahrzeug einen defekten Ölkühler, Reparaturkosten ca. 500 Euro. Der Hersteller zeigt sich nicht kulant, Garantie besteht nicht mehr.
Der Händler ist ca. 800km von meinem Wohnort entfernt, eine Reparatur bei ihm vor Ort wäre also nicht wünschenswert für mich.

Zu meinen Fragen:
Muss der Händler den Mangel auf seine Kosten beheben bzw. kann ich ihm die Werkstattkosten in Rechnung stellen?
Wie verfahre ich am besten (Frist zur Mangelbeseitigung setzen o.Ä.)?

Recht herzlichen Dank im Voraus.

09.02.2010 | 18:28

Antwort

von


(690)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragender,

als Leasingnehmer stehen Ihnen - ebenso wie bei einem normalen Kaufvertrag - die Ansprüche auf Nacherfüllung, Rücktritt und Minderung zu, da i.d.R. der Leasinggeber dem Leasingnehmer diese die Rechte per Vertrag abtritt.

Ist dies bei Ihnen auch vereinbart, so machen Sie diese im eigenen Namen und auf eigene Kosten geltend, sind jedoch verpflichtet, dem Leasinggeber sofort Mitteilung zu machen.

Bei einer erfolglosen Nachbesserung können Sie z.B. auch vom Vertrag zurücktreten.

Der Händler ist auf alle Fälle der richtige Ansprechpartner. Dieser muss zuerst die Chance der Nachbesserung bekommen. Sie dürfen daher keine Werkstatt ohne Rücksprache bzw. nicht, wenn es keine erfolglosen Nachbesserungsversuche/fruchtlosen Fristabläufe gibt, einfach so beauftragen und ihm die Kosten in Rechnung stellen. Es kann jedoch sein, dass der Händler Ihnen das ggf. aus Kostengründen vorschlägt.

Teilen Sie ihm daher schriftlich (am besten per Einschreiben) die Mängel mit und setzen Sie ihm eine Frist zur Beseitigung. Drohen Sie ihm Falle des erfolglosen Fristablaufes an, dass Sie dann vom Kaufvertrag zurücktreten oder eine andere Werkstatt beauftragen werden und er dann die Kosten zu tragen hätte.

Die Kosten für die Verbringung hat der Verkäufer zu tragen:
§ 439 BGB: Nacherfüllung regelt:
(1) Der Käufer kann als Nacherfüllung nach seiner Wahl die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen.

(2) Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen.

Ich gehe jedoch nicht davon aus, dass es sich hierbei um einen Verbrauchsgüterkauf handelt, denn Sie nutzen den Wagen beruflich, sodass es schwer zu belegen wäre, dass Sie Verbraucher sind.

Problematisch wäre vor allem, wenn Sie Kaufmann wären, da hier strengere Anforderungen gelten.

Sie können mir auch gerne den Vertrag zumailen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter




Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 10.02.2010 | 01:19

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort, habe dem Händler eine Frist zur Mängelbeseitigung gesetzt und werde glaubhaft machen das ich das Fahrzeug überwiegend privat nutze.

Erlauben Sie eine Nachfrage zur selben Sache:
Der Mangel ist heute bei einer Inspektion entdeckt worden. Bei der Inspektion wurde für 150 Euro ein Ölwechsel durchgeführt. Der Ölwechsel wird jedoch nach der Reparatur des defekten Teils nochmals durchgeführt werden müssen (wird standardmäßig gemacht wenn Öl ins Kühlwasser gelangt ist wie in diesem Fall).
Der Ölwechsel wäre also heute überflüssig gewesen, als Laie war mir das jedoch erst im Nachhinein bewusst. Muss die Werkstatt einem so etwas mitteilen? Es ist schließlich offensichtlich das hier ein Ölwechsel durchgeführt wurde, obwohl bekannt ist das der Schaden egal durch wen innerhalb von maximal 14 Tagen behoben werden wird und dadurch ein erneuter Ölwechsel gemacht werden muss. Im Zweifel zahle ich also den Ölwechsel doppelt. Kann man sich das Geld für den überflüssigen Ölwechsel zurückholen oder muss der Händler einen nicht darauf hinweisen?

Würden Sie für eine Vertretung zur Verfügung stehen? Dann würde ich -unabhängig vom ärgerlichen überflüssigen Ölwechsel- die Antwort des Händlers abwarten und bei negativer Antwort ein Mandat erteilen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.02.2010 | 17:43

Sehr geehrter Fragender,

gerne können Sie sich an uns wenden, falls der Verkäufer sich nicht meldet. Ich habe Ihnen eine Email mit unseren Kontaktdaten zugesandt.

Hinsichtlich des Ölschadens hängt es davon ab, inwieweit die Werkstatt vor der Durchführung dieses Wechsels erkennen konnte, ob eine Reparatur noch mit Ölwechsel notwendig wäre oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter

ANTWORT VON

(690)

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Internet und Computerrecht, Fachanwalt Familienrecht, Fachanwalt Strafrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Verkehrsrecht, Tierrecht, Ordnungswidrigkeiten, Zivilrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81030 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle Info ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr freundlich, kompetent, hilfreich ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine schnelle, präzise und unmissverständliche Antwort – vielen Dank! ...
FRAGESTELLER