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Anspruch auf Kindergeld bei Volljährigkeit, aber schwerer chronischer Krankheit

| 23.06.2015 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Zusammenfassung: Unterhalt für volljähriges behindertes Kind

Mein 29 jähriger Sohn ist nach abgeschlossener Berufsausbildung mit anschließender
Berufstätigkeit im Alter von 23 Jahren schwer erkankt (psychiatrisches Leiden)
und seither, inzwischen sind es 6 Jahre, arbeitsunfähig.
In der ersten Zeit hat er Halbwaisenrente bezogen (Vater ist verstorben),
Danach hat das Jobcenter die Unterhaltszahlungen aufgrund der regelmäßig eingereichten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen übernommen,
Frage:
-Würde zusätzlich ein Anspruch auf Kindergeldzahlungen bestehen, da die schwere Erkrankung/seelische Behinderung bereits vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist?
23.06.2015 | 16:16

Antwort

von


(292)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Angaben zugrunde gelegt, kommt für Ihren Sohn durchaus ein Anspruch auf Kindergeld zuzüglich eines Pauschalbetrages für behinderungsbedingte Mehraufwendungen in Betracht, soweit es solche gibt.

Für Ihren volljährigen Sohn können Sie ohne altersmäßige Begrenzung Kindergeld beantragen, wenn Ihr Sohn aufgrund der von Ihnen erwähnten Erkrankung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Hierzu müsste es Ihrem Sohn aufgrund seiner geistigen und/oder seelischen Behinderung unmöglich sein, seinen Lebensbedarf durch eigene Erwerbstätigkeit zu bestreiten. Die Behinderung müsste vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten sein; auch dies ist Ihren Angaben zur Folge der Fall.

Sie sollten vor Antragstellung für Ihren Sohn, falls noch nicht geschehen, einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Achten Sie darauf, dass das Merkmal „H" eingetragen oder ein Grad der Behinderung von fünfzig oder mehr festgestellt wird. In diesen Fällen wird regelmäßig davon ausgegangen, dass der Betroffene außerstande ist, sich selbst zu unterhalten.

Der Antrag ist an das zuständige Versorgungsamt zu richten. Ein Antragsformular wird Ihnen auf Wunsch zugeschickt. Antragsformulare liegen aber auch bei vielen Fürsorgestellen, Sozialämtern, Bürgerbüros und Behindertenverbänden aus.

Vorab empfehle ich Ihnen den behandelnden Arzt hinzuzuziehen. Dieser kann einschätzen ob Aussicht auf Erfolg besteht. Viele Erfahrungen haben gezeigt, dass es keinen Sinn hat, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen, wenn der Arzt keine Aussicht auf Erfolg sieht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

Nachfrage vom Fragesteller 23.06.2015 | 17:50

Ist ein Schwerbehindertenausweis zwingend erforderlich?
(Mein Sohn möchte keinen Schwerbehindertenausweis beantragen)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.06.2015 | 18:03

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei dem hier in Rede stehenden Antrag auf Kindergeld wird die Behörde den Nachweis der anspruchsberechtigten Tatsachen verlangen. Es ist der Nachweis für die Tatsache zu erbringen, dass es Ihrem Sohn aufgrund seiner geistigen und/oder seelischen Behinderung unmöglich ist, seinen Lebensbedarf durch eigene Erwerbstätigkeit zu bestreiten. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen dürften hierfür ebenso wenig ausreichen wie ein ärztliches Attest, da hierdurch allenfalls belegt werden kann, dass eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit besteht.

Zwingend erforderlich ist die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises freilich nicht. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dürfte Ihrem Antrag auf Kindergeld jedoch ohne Nachweis der Behinderung nicht stattgegeben werden.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.06.2015 | 18:13

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"Besser geht es nicht, denn auch die Nachfrage wurde ausführlich und zielgerecht beantwortet,
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 23.06.2015
5/5,0

Besser geht es nicht, denn auch die Nachfrage wurde ausführlich und zielgerecht beantwortet,
Vielen Dank für Ihre Mühe


ANTWORT VON

(292)

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90451 Nürnberg
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Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Baurecht