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Anspruch auf Kindergeld als dt Rentner in Spanien lebend.

18.05.2014 20:52 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt René Piper


Zusammenfassung: Im Ausland lebende Rentner haben Anspruch auf Kindergeld, wenn das Kind in Deutschland oder in einem EU-Mitgliedsstaat lebt.

Guten Abend,
Ich(Geburtsjahr 1950) bin Vater von 2 Söhnen(17 und19),durch eine Rückenverletzung wurde ich bereits Ende der 90er Jahre berufsunfähig und bekam dafür eine Rente,seit 2010 bin ich nun "richtiger" Rentner.Meine Frau starb früh und ich habe somit meine Kinder alleine aufgezogen.Weil das südspanische Klima auch besser für meinen Rücken ist,bin ich mit den Buben nach Andalusien gezogen.Ich habe weiterhin Kindergeld bezogen,da ich von einem Merkblatt der Familienkasse die Info erhielt,dass ich auch als Rentner im europäischen Ausland weiterhin Anspruch auf Kindergeld habe.Meinen deutschen Wohnsitz was im Haus meines Schwagers ist behielt ich.
Dies ging nun einige Jahre gut,seit der Volljährigkeit meines ältesten musste ich ja auch immer wieder Schulbescheinigungen etc der Familienkasse zukommen lassen.Was ich auch gemacht habe und nie ein Problem war.
Bei meinem letzten Antrag auf Weiterzahlung von Kindergeld wurde ich jedoch von der Familienkasse darauf aufmerksam gemacht,dass ich evtl. gar kein Anrecht auf dieses Kindergeld bekommen habe.Viele Formulare habe ich seitdem ausgefüllt,doch bekam ich jetzt eine Rückforderung des Kindergeldes meiner beiden Söhne,wenn ich nicht innerhalb einer Frist eine Erklärung über meinen Wohnsitz abgebe..Ich habe allerdings schon alles erklärt und natürlich habe ich keine Stromrechnungenetc von Deutschland,da ich ja hauptsächlich in Spanien bin.Ich habe mehrmals gebeten eine Nummer von einem Sachbearbeiter zu bekommen,der mir doch erklärt warum ich denn keinen Anspruch hätte.Meines Wissens und diese Info bekam ich von einer Mitarbeiterin des Servictelefones der Familienkasse bestätigt,habe ich als deutscher Rentner Anspruch auf das Kindergeld,auch bei spanischem Wohnsitz,da ich als Rentner uneingeschränkt steuerpflichtig bin..Wie auch immer,ich habe also ein letztes Formular erhalten indem ich nun eine vollausgestattete Wohnung in Deutschland nachweisen,eine Erklärung wie oft ich in Deutschland bin abgeben,eine Bescheinigung vom Finanzamt bringen und einen genauen Rentenbezugnachweis bringen,soll.Immerwieder wird darauf hingewiesen,dass ich ja eine richtige Wohnung etc in Deutschland brauche.
Meine Fragen:Wie kann ich jetzt weiter vorgehen?Ich kann ja keine vollausgestattete Wohnung nachweisen.Stimmt es,dass ich dann keinen Anspruch auf Kindergeld habe?Ich beziehe keinerlei Gelder in Spanien.Ich bitte um konkrete Antworten in Bezug zu meinem Fall.
mfG

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten möchte.

Ein Anspruch auf Kindergeld ist für im Ausland lebende Deutsche für diejenigen Deutschen möglich, die eine Rente nach den deutschen Vorschriften erhalten. Rechtsgrundlage ist § 1 BKGG. Nach Ihren Schilderungen beziehen Sie eine Rente nach deutschen Vorschriften, weshalb auch ein Anspruch auf das Kindergeld besteht.

Voraussetzung ist, dass das oder die Kinder ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder Wohnsitz in Deutschland oder einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union haben. Das ist auch der Fall.
Der Anspruch auf Kindergeld besteht somit.

Wie kann ich jetzt weiter vorgehen?
Gegen den Rückforderungsbescheid müssen Sie Widerspruch erheben. Dazu müssen Sie die Frist von einem Monat ab Zugang des Bescheids beachten, sonst wird der Bescheid rechtskräftig. Es empfiehlt sich den Widerspruch zu begründen. Hier kann Ihnen ein Anwalt helfen. Gerne können Sie sich dazu an mich wenden.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann auch unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc.

Bitte beachten Sie, dass die Ergänzung oder Änderung des Sachverhalts zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

René Piper
Rechtsanwalt




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