Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anspruch auf Information von Ausbildung minderj. Kind


18.02.2007 18:01 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Meine Tochter wird im Juli volljährig und besucht z.Z. im 1. Jahr einen 3jährigen Bildungsgang einer Berufsfachschule. Sie erzielt kein Einkommen während dieser Zeit.

Ich zahle ca. 500 € (Unterhalt und Krankenkasse).
Meine Exfrau verweigert seit Jahren den Kontakt zu meiner Tochter.

Jetzt möchte ich Einsicht in das Halbjahreszeugnis meiner Tochter haben. Doch auch dies wird mir verweigert.

Habe ich ein Recht auf das Zeugnis meiner noch minderjährigen Tochter?

Wie verhält es sich bei einer weiteren Weigerung bei Volljährigkeit - Kürzung des Unterhalts?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Als Vater eines minderjährigen Kindes haben Sie grundsätzlich einen gesetzlichen Anspruch auf Umgang mit Ihrer Tochter. Dieses Recht steht auch Ihrer Tochter zu. Die Mutter des Kindes darf den Umgang zwischen Vater und Kind nicht grundlos unterbinden. Ggf. können Sie den Umgang mit gerichtlicher Hilfe durchsetzen.

Aus dem genannten Umgangsrecht lässt sich meines Erachtens auch ein Anspruch Ihrerseits auf Kenntnisnahme der Zeugnisse des Kindes ableiten. Denn Sie haben ein Recht darauf, zu erfahren wie sich Ihre Tochter schulisch entwickelt. Der Anspruch richtet sich gegen die Mutter des Kindes.

In unterhaltsrechtlicher Hinsicht muss Ihre volljährige Tochter Ihnen gegenüber nachweisen, dass Sie sich nach Eintritt der Volljährigkeit aufgrund einer berufsvorbereitenden Ausbildung nicht selbst versorgen kann. Sie können daher von Ihrer Tochter den Nachweis über den Schulbesuch verlangen, nicht jedoch die Vorlage der Zeugnisse.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen zur Zufriedenheit beantwortet habe und ich Ihnen eine erste Orientierung für das weitere Vorgehen geben konnte.

mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

Nachfrage vom Fragesteller 18.02.2007 | 19:27

Herzlichen Dank für Ihre Beantwortung.
Teil 1 - ich kann also nur gerichtlich auf meine Kosten vorgehen?
Teil 2 - Meine Frage zielte aber auf die Kürzung bzw. evt. Einstellung des Unterhalts ab Volljährigkeit hin, wenn ihrerseits keine Nachweise über die Bedürftigkeit selbständig erbracht werden.

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.02.2007 | 19:33

Teil 1 - wenn die Mutter Ihnen das Zeugnis nicht aushändigt, können Sie deswegen nicht die Zahlung des Kindesunterhalts verweigern.

Teil 2 - Wenn Ihre Tochter Ihnen gegenüber nicht nachweist, dass sie nach Eintritt des 18. Lebensjahres aufgrund einer angemessenen Ausbildung nicht selbst für sich sorgen kann, können Sie die Zahlung von Unterhalt verweigern, bis diese Nachweise (Schulbescheinigung)vorgelegt werden.

Mit freundlichen Grüßen

S. Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER