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Anspruch auf Eigenheimzulage


09.03.2006 11:55 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Ich habe zusammen mit meiner 2. Ehefrau im Jahr 2005 ein Einfamilienhaus gekauft und bezogen. Sowohl meine Frau als auch ich hatten mit unseren jeweiligen 1.Ehepartnern jeweils ein Haus gekauft bzw. gebaut und dafür steuerliche Förderung in Anspruch genommen. Unser Steuerberater behauptet nun, ein Antrag auf Eigenheimzulage für das 2005 erworbene Haus habe keine Chance, weil wir geschieden und in 2. Ehe verheiratet sind. Wären wir in 1.Ehe miteinander verheiratet und hätten ein 2. Haus zusammen gekauft, sähe die Sache anders aus. (Wenn das stimmt: Ist das nicht eine grobe Ungleichbehandlung?)
Ein Finanzbeamter hat demgegenüber im Gespräch mit meinem Schwiegervater geäußert, wir sollten ruhig einen Antrag stellen, solche Angelegenheiten würden „unterschiedlich gehandhabt“.
Meine Fragen: Hat es Sinn einen Antrag zu stellen? Haben wir Anspruch auf Eigenheimzulage oder nicht?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Wenn beide Ehepartner schon einmal verheiratet waren und in erster Ehe ein gefördertes Objekt im Miteigentum besaßen, wird ein weiteres Objekt grundsätzlich nicht mehr begünstigt (BFH-Urteil vom 24.07.1996, BStBl. II 1996, S.603).

Von diesem Grundsatz gibt es jedoch zwei Ausnahmen. Die neuen Ehegatten haben Anspruch auf die Eigenheimzulage,

wenn zumindest einer der neuen Ehepartner seinen Miteigentumsanteil noch in dem Kalenderjahr auf seinen früheren Ehegatten übertragen hat, in dem bei der ersten Ehe noch die Voraussetzungen der Zusammenveranlagung vorlagen

oder

wenn zumindest einer der Ehepartner noch die Eigenheimzulage bei einem Folgeobjekt nutzen kann, § 7 EigZulG.

Lassen Sie daher Ihren Steuerberater die Sache nochmals überprüfen. Sollte bei Ihnen nicht einer der beiden vorgenannten Sonderfälle vorliegen, hat Ihr Steuerberater allerdings leider Recht.

Mit freundlichen Grüßen


Achim Schroers
Rechtsanwalt



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