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Anspruch auf Domainnamen

10.04.2008 13:58 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
Vor ca. 4 Jahren habe ich eine bzw. 2 Domains angemeldet. Damals wurde meine Anmeldung bei United Domains aufgrund eines Schufaeintrages abgelehnt, einfachheitshalber wurde dies dann im Beisein und Einverständnis eines damals sehr guten Freundes, auf seinen Namen angemeldet, da er ebenfalls eine Domain für sich benötigte. Seine Domain wurde nach ca. einem Jahr gekündigt, da er diese nicht mehr benötigte. Nach ca. einem Jahr fing ich an, an meiner Domain zu arbeiten, diese wird seit 3 Jahren aufgebaut und bildet heute die Grundlage meiner Arbeit und finanziellen Existenz. Ebenso war ich damals einer der ersten, der diesen Namen für ein (neues) Produkt verwendete und heute von 98% der Mitbewerber verwendet wird.
Seit je her, bezahle ich die Rechnungen (von meinem Konto) und „Verwalte“, den Portfolio von United Domains. Da er sich in dem Gebiet auch nicht auskennt, bzw. auch überhaupt nichts damit zu tun hat. Der Name wird als Firmenname verwendet und steht seit gut 3 Jahren mit auf jeder Rechnung (allerdings kein eingetragener Firmenname).
Wir hatten lange kein Kontakt mehr und plötzlich bekam ich eine email von SEDO, dass er die Domain verkaufen will, für 5000€ an einem Konkurrenten, der Wert wird auf ca. 4000€ geschätzt. Ich habe Ihm vor einem Jahr mal ein Providerwechselschreiben zum unterschreiben zugeschickt, kam nie zurück. Kontakt ist auch sehr schwer herzustellen. Die Domain ist für mich weitaus mehr Wert, allerdings fehlen mir derzeit auch finanzielle Mittel.
Wie sich Menschen derart verändert können ist mir ein Rätsel, vor allem habe ich damals sehr viel für Ihn getan…nunja

Stellt sich nun die Frage, welche Chancen ich habe?

Sehr geehrter Ratsuchender,

aufgrund der von Ihnen geschilderten Sachlage beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Da Ihr Freund die Domain auf seinen Namen bei United Domains angemeldet hat, ist er auch der Vertragspartner. Nach außen hin tritt er als Rechteinhaber auf und könnte daher grundsätzlich die Domain veräußern.

Zu beachten ist allerdings, dass Sie mit Ihrem Freund im Innenverhältnis vereinbart haben, dass Sie die Domain nutzen und auch die Kosten tragen.Ihr Freund ist daher zwar in der Lage die Domain zu veräußern, darf dies wegen der Vereinbarung zwischen Ihnen aber nicht.Er hat seine Rechte an der Domain ja an Sie abgetreten

In dem Fall, dass er dennoch die Domain veräußert, macht er sich Ihnen gegenüber schadensersatzpflichtig. Er müsste Ihnen dann den Wert der Domain ersetzen. Dies ist auch deshalb der Fall, da die Domain ja erst durch Ihre Arbeit wertvoll wurde. Verkauft er jetzt, ohne dass er jemals an der Domain gearbeitet hat oder die Kosten getragen hat, ist er ungerechtfertigt bereichert.

Wegen dem großen Wert, den Domain für Sie hat, würde ich in jedem Fall versuchen zu verhindern, dass Ihr Freund verkauft. Sie müssen Kontakt zu ihm aufnehmen und ihm erklären, dass er sich schadensersatzpflichtig macht, falls er veräußert. Diesen Schriftsatz würde ich an Ihrer Stelle durch einen Anwalt anfertigen lassen, da sich die meisten Menschen erfahrungsgemäß bei anwaltlicher Kontaktaufnahme wesentlich kooperativer zeigen.
Darüberhinaus müssen Sie United Domains informieren, dass Sie der wirkliche Rechteinhaber sind.

Sie müssen allerdings beachten, dass Sie im Streitfalle beweisen müssen, dass Sie diese Vereinbarung mit Ihrem Freund getroffen haben. Da ich davon ausgehe, dass Sie nichts schriftliches festgehalten haben, müssen Sie Zeugen benennen, die von dieser Vereinbarung wissen. Auch wäre es günstig, wenn sie anhand von Kontoauszügen nachweisen können, dass Sie die Kosten die ganze Zeit über getragen haben.

Abschließend lässt sich sagen, dass Ihre Chancen, den Verkauf zu verhindern nicht schlecht stehen. Wichtig ist allerdings zügiges Vorgehen.Auch würde ich empfehlen schnellstmöglich einen Anwalt mit der Wahrnehmung ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen,

Leyrer
Rechtsanwalt

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