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Anspruch auf Arbeitslosegeld bzw. Krankenversicherung

01.11.2018 09:56 |
Preis: 65,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit 08/15 Selbständig in der Finanzdienstbranche. Da ich davon noch nicht Leben konnte habe ich noch einen Sozialversicherungspflichtigen Job angenommen der sich auf 500Euro Brutto belief. Daher war ich Krankenversichert und musste mich nicht selbst Versichern.
Nun endet zum 15.11.18 mein Job ( wurde gekündigt) und ich bin mir nicht sicher ob ich jetz zum Arbeitsamt gehen soll bzw. muss ? Bin ich dann über die Arbeitsagentur Krankenversichert.?
Endet zum 15.11. automatisch das vertragsverhältniss mit meiner Krankenver. und ich kann mich bei einer anderen KV selbst versichern falls das über die Arbeitsag. nicht geht. Ich weiß einfach nicht wie ich es am besten mache, ich möchte auch keine schlafende Hunde wecken da mir schon bewusst ist das ich mich eigentlich schon selbst KV müste da ich mittlerweile mit meiner Selbständigkeit mehr verdiene als mit meinem Nebenjob!!
Vielen Dank im vorraus für Ihre Bemühungen
01.11.2018 | 12:01

Antwort

von


(1938)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,


grundsätzlich besteht bei Eintritt der Arbeitslosigkeit ein Anspruch auf Arbeitslosengeld mit der Folge der Krankenversicherung.

Aber in Ihrem Fall könnte die Sachlage eine andere sein, wenn Sie unter Umständen in Ihrem Nebenjob versicherungsfrei sind, weil Ihre Selbständigkeit als hauptberuflich eingestuft wird, so dass Sie dem Arbeitsmarkt auch gar nicht zur Verfügung stehen dürften.

Das zu berurteilen, muss aber einer individuellen Prüfung vorbehalten bleiben, da dieses Ergebnis davon abhängt, ob Ihre Selbständigkeit hauptberuflich ausgeübt wird. Dabei werden von den Krankenkassen Beurteilungskriterien herangezogen. Ein Kriterium ist die Arbeitszeit und das Einkommen.

Unter anderem kommt eine hauptberufliche Selbständigkeit in Betracht, wenn Sie mehr zwischen 20 und 30 Stunden arbeiten und mehr als die Hälfte der sogannnten monatlichen Bezugsgröße des § 18 SGB IV verdienen. Derzeit beträgt die Bezugsgröße 3.045,00 €. Verdienen Sie also mehr als 1.522,50 € ist von einer hauptberuflichen Tätigkeit auszugehen. Gleiches wird auch angenommen, wenn Sie weniger als 20 Studen tätig sind, aber 75% der Bezugsgröße verdienen.

Das sind Anhaltspunkte, die für eine hauptberufliche Tätigkeit sprechen. Und wenn dieses der Fall ist, wird Ihre Versicherungspflicht aus dem Job entfallen sein und es besteht vermutlich auch kein Anspruch.


Ungeachtet dessen, müssen Sie jetzt die Angelegenheit mit Ihrer Krankenversicherung klären. Sofern Sie von "schlafenden Hunden" sprechen ist diese Annahme natürlich zutreffend, entbindet Sie aber nicht von der Klärung.

Auch wenn Sie sich jetzt selbst krankenversichern möchten, was auch über die freiwillge gesetztliche Krankenversicherung möglich ist, wird dann auch Ihr bisheriger Status geprüft werden.

Ihnen bleiben im Grunde nur die Möglichkeit direkt bei Ihrer Krankenkasse Kontakt aufzunehmen, wenn von einer hauptberuflichen Selbständigkeit auszugehen ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


ANTWORT VON

(1938)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
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