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Anschaffungsnahe Herstellungskosten Zutreffend?

25.07.2018 11:30 |
Preis: 70,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine kleine Einraumwohnung erworben und möchte diese vermieten. Die Wohnung kostete nur 60.000,-€ und es muss müsste vor der Erstvermietung folgendes renoviert werden.
- Elektroinstallation erneuern.
- Fußböden erneuern.
- Bad sanieren.
Alles in allem Kosten von weit über 15% der Anschaffungskosten (noch dazu, wenn man den Bodenwert herausrechnet). Da man im Internet verschiedene Versionen zu lesen bekommt, was denn nun genau unter diese 15%-Regel fällt, meine ganz profane Frage wie diese Arbeiten bzgl. der 15%-Regel zu werten sind.

Vielen Dank für die Beantwortung der Frage.
25.07.2018 | 12:34

Antwort

von


(336)
Am Markt 10
24955 Harrislee
Tel: 0461/94020091
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Vorschrift des § 6 Abs. 1 Nr. 1a Satz 1 EStG regelt, dass zu den Herstellungskosten eines Gebäudes bzw einer Immobilie auch Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen gehören, wenn sie

innerhalb von 3 Jahren nach der Anschaffung des Gebäudes durchgeführt werden,

und wenn die Aufwendungen ohne Umsatzsteuer 15% der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen.

Dann spricht man von anschaffungsnahen Herstellungskosten.

Insbesondere fallen hierunter solche Aufwendungen, die zu einer wesentlichen Verbesserung der Immobilie führen, wie Aufwendungen für die Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen sowie die Fenster.

Der Bundesfinanzhof hat im Jahr 2016 entschieden (BFH v. 14.06.2016 - IX R 25/14):

„Zu den Aufwendungen i.S. von § 6 Abs. 1 Nr. 1a Satz 1 EStG gehören unabhängig von ihrer handelsrechtlichen Einordnung sämtliche Aufwendungen für bauliche Maßnahmen, die im Rahmen einer im Zusammenhang mit der Anschaffung des Gebäudes vorgenommenen Instandsetzung und Modernisierung anfallen und nicht nach Satz 2 der Vorschrift ausdrücklich ausgenommen sind."

Demzufolge sind sämtliche von Ihnen geplanten Arbeiten als anschaffungsnahe Herstellungskosten zu beurteilen, welche lediglich die AfA-Bemessungsgrundlage erhöhen, nicht jedoch zu einem sofortigen Werbungskostenabzug berechtigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Alexander Busch

ANTWORT VON

(336)

Am Markt 10
24955 Harrislee
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