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Anschaffungsnahe Herstellungskosten

11.09.2011 10:46 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Guten Tag,

ich habe im Jahr 2008 ein Mehrfamilienhaus in Wert von 130.000 EUR erworben. Das Haus war damals schon wohnfähig und hätte nicht unbedingt renoviert werden müssen. Eine Wohnung mit 90 qm habe ich zum Vermietungszwecke dennoch renoviert und Arbeiten wie tapezieren, Laminat verlegen, malen und Baderneuerung durchgeführt. Hier wurden weder neue Wände erschaffen noch ausgebaut. Die Kosten betrugen ca. 9.000 EUR. Diese Kosten habe ich beim Finanzamt als Werbungskosten gelten gemacht.

Im Jahr 2009 habe ich keine Arbeiten im Haus machen lassen, lediglich kleinere Reparaturen, die gemacht werden mussten, erledigen lassen. Wert ca. 2000 EUR.

Jedoch im Dezember gab es zwei Ereignisse die mich zwangen im Jahr 2010 weitere Arbeiten durchzuführen. Erstens, das Flachdach war undicht und der Regen kam durch. Wodurch der Flur nass wurde und anfing zu schimmeln. Zweitens, die Waschmaschine eines Mieters hat sich selbständig gemacht und dadurch einen sehr großen Wasserschaden in der Wohnung verursacht.

Der Mieter hatte keine Versicherung gehabt und später ist er auch noch ausgezogen. Ich musste beide Schäden beseitigen, damit die Bausubstanz nicht gefährdet ist und aber auch die Wohnung wieder vermietet bekomme. Die kosten hierfür betrugen ca. 5000 EUR.

Da die Kosten nun mehr als 15% des Gesamtwert des Gebäudes beträgt, will das Finanzamt die Bescheide von 2008 und 2009 ändern und die Gesamtreperaturkosten von ca. 17.000 EUR als Anschaffungsnahekosten umwandeln .

Gibt es hierfür Rechtsmittel die ich einlegen kann? Ich meine, ich kann nicht dafür, dass diese Kosten entstanden sind. Ausser im Jahr 2008 sind die Kosten aus höherer Gewalt entstanden.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes we folgt beantworten möchte:

Typische Erhaltungsaufwendungen bleiben nach § 6 Abs. 1 Nr. 1a Satz 2 EStG bei der 15 % Grenze außer Betracht und sind sofort als Werbungskosten im Jahr der Zahlung abzugsfähig (Janetzko in Beck'sches Steuer- und Bilanzrechtslexikon, Anschaffungsnahe Herstellungsaufwendungen, Lit. E).

Ihrer Darstellung nach sind m.E. nur die Kosten infolge des Vorfalls mit der Waschmaschine eindeutig den Instandsetzungskosten zuzuordnen. Dichtungsarbeiten kann man so oder so betrachten, sodass darüber gestritten werden kann.

Sie müssen dies dem FA mitteilen und für den Fall der Änderung der Steuerbescheide Einspruch gegen die neuen Bescheide einlegen.

Mit freundlichen Grüßen

Ernesto Grueneberg, LL.M.
Abogado
Mitglied der Rechtsanwaltskammern Berlin & Madrid

Köthener Straße 44
10963 Berlin

info@kanzlei-potsdamerplatz.de
Tel.: 030 2318 5608
Fax.: 030 577 057 759

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