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Anschaffung in der Trennung mit Auswirkung auf Zugewinnausgleich


| 13.09.2013 21:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe zwei Frage zur Anschaffung eines Autos in der Trennungszeit.

Wir befinden uns gerade in der Trennung. In knapp einem halben Jahr erfolgt die Scheidung. Z.Z. hat nur meine Frau einen Anwalt. Diesem habe ich Belege über die Vermögen aufgestellt für die Zugewinn Berechnung.
Aktuell beträgt mein Zugewinn 50T€ also 25T€ Ausgleichszahlung. Meine Frau hat keinen Zugewinn.

Mein Endvermögen setzt sich im Wesentlichen zusammen aus:
Haus (150T€), Bausparvertrag (25T€ angespart), Darlehen (-50T€) und Auto (5T€).

Nach Aussage des Anwalts meiner Frau zählt das Auto nicht in der Vermögensaufstellung, wenn beide ein Auto besitzen.

Nun hat mein Auto einen Schaden (Dach undicht) und es lohnt sich nicht mehr zu reparieren (Schweißnaht der Karosserie defekt). Aber es fährt noch, ist verkehrssicher und kann benutzt werden. Des Weiteren fallen immer mehr Reparaturen an; es fällt sozusagen auseinander.
Ich möchte mir ein neues d.h. gebrauchtes Auto kaufen im Wert von ca. 15T€.
Anmerkung: Für den Weg zur Arbeit bin ich auf ein Auto angewiesen, auch wegen der Kinder benötige ich etwas „größeres".

Dazu will ich meinen Bausparvertrag auflösen, den ich sowie so nicht weiter für Bausparvorhaben benötige.
Nun habe ich gehört, dass so eine Anschaffung als „Geldverschwendung" angesehen wird zur Verringerung des Zugewinns. Wenn sich das Vermögen in der Trennungszeit um z.B. 15T verringert, wird dies ignoriert, als wäre das Geld noch vorhanden… Das will ich natürlich nicht!

Frage 1: Ist meine Vermutung oben richtig. Bewege ich mich auf dünnem Eis, wenn ich das Auto so finanziere.

Alternativ kann ich auch einen Kredit aufnehmen. Laut Anwalt (Aussage über meine Frau) geht so ein Finanzierungskredit nicht in das Endvermögen ein, sondern wird beim Unterhalt berücksichtigt anstelle der Fahrtkosten/Kilometerpauschale.
Bei meinen monatlichen Belastungen wäre mir der Autokauf statt Finanzierung oder Leasing lieber.

Frage 2: Wäre eine Finanzierung des Autos (Kredit oder Leasing) in meinem Fall besser ?

Vielen Dank und Grüße


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


In der Tat können solche Ausgaben als illoyale Vermögensverschiebungen angesehen werden.

Dann wird der verschwendete Betrag fiktiv hinzugerechnet.

In Ihrem Fall handelt es sich aber gerade nicht um eine solche verschwenderische Ausgabe.

Es ist in Ihrem Fall erforderlich, dass Sie sich ein neues Fahrzeug kaufen.

Dabei sind 15.000 Euro für ein Auto auch nichts ungewöhnliches.

Sie sollten aber einen Nachweis besorgen, dass das alte Auto nicht mehr reparabel ist.

Dann steht dem nichts entgegen, den Bausparer für den Autokauf einzusetzen.

Nur dann wirkt sich dies auch auf den Zugewinn aus.

Im Fall einer Finanzierung über einen Kredit wirkt sich dies auch nur beim Unterhalt aus.

Da Sie hier aber die berufsbedingten Aufwendungen ansetzen können und nicht zusätzlich die Finanzierung des KFZ, macht es deutlich mehr Sinn, vorhandenes Vermögen einzusetzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2013 | 10:52

Sehr geehrter Herr Schwerin,
vielen Dank für die Antwort. Die hat mir schon einmal geholfen. Ich werde wohl ein Gutachten erstellen lassen. Eine Nachfrage habe ich noch dazu.
Kann das Auto doch irgendwie in das Vermögen aufgenommen werden. Dann wäre es sozusagen wieder „ausgeglichen". Oder ist es tatsächlich unzulässig ein Auto in das Vermögen aufzunehmen.
Ich hoffe, das können Sie noch in diesem Rahmen beantworten.
Vielen Dank und Grüße nach Jena

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.09.2013 | 13:46

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Das Auto ist auch in das Endvermögen aufzunehmen.

Stichtag für die Bewertung ist der Tag der Rechtshängigkeit der Scheidung.

Bis dahin verliert das Auto auch noch an Wert - schon allein durch die Zulassung auf Sie.

Damit geht das Auto mit weniger Wert in das Endvermögen als das Geld, wenn Sie es nicht ausgeben würden.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 15.09.2013 | 12:42


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