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Anrechnung von Schenkungen auf den Pflichtteilergänzungsanspruch

| 12.07.2015 20:19 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mein verwitweter Vater hatte mir im November 2007 einen Betrag in Höhe von 100.000,- Euro geschenkt. Es gab dazu keinen Schenkungsvertrag oder irgendwelche Vereinbarungen.

Mein Bruder hat im Oktober 2011 ebenfalls eine Schenkung in Höhe von 100.000,- Euro erhalten.

Im Juni 2015 ist mein Vater gestorben. In seinem Testament werde ich auf den Pflichtteil gesetzt, während mein Bruder als Alleinerbe eingesetzt wird.
Außer meinem Bruder und mir gibt es keine weiteren Abkömmlinge.

Die Erbmasse beträgt jetzt noch 200.000,- Euro.

Jetzt fürchte ich, dass ich nur 50.000,- Euro verlangen kann, weil ich keinen Pflichtteilergänzungsanspruch geltend machen kann bzw. dieser mit meiner Schenkung verrechnet wird. Ist das richtig?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund des von Ihnen geschuldeten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Leider haben Sie mit der von Ihren schon geäußerten Vermutung Recht

Wenn die Erbmasse 200.000 Euro beträgt, erhalten Sie als Pflichtteilsberechtigter 50.000 Euro , also 1/4, d.h. die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Dies ergibt sich aus § 2327 BGB:

Dort heißt es : (1) Hat ein Pflichtteilsberechtigter selbst ein Geschenk vom Erblasser erhalten, so ist das Geschenk in gleicher Weise wie das dem Dritten gemachte Geschenk dem Nachlas hinzuzurechnen und zugleich dem Pflichtteilsberechtigten als Ergänzung anzurechnen.

Da Sie beide 100.000 Euro geschenkt bekommen haben, verbleibt es damit bei der Höhe des Pflichtteils.

Es tut mir wirklich sehr leid, Ihnen keine für Sie positivere Auskunft geben zu können.
Ich hoffe aber trotzdem, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und Ihnen eine rechtliche Orientierung gegeben zu haben . Ich bedanke mich für das entgegenbrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Lucia König
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 13.07.2015 | 16:39

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