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Anrechnung der gemeinsamen Eigentumswohnung auf Kindesunterhalt

27.04.2019 18:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Wir sind geschieden.
Meine Ex-Frau und unsere 2 gemeinsamen Kinder leben in der gemeinsamen Eigentumswohnung, die meine Frau und ich schuldenfrei zu je 50% besitzen.
Wie wirkt sich das kostenlose Wohnen auf den Kindesunterhalt den ich an meine Frau zahle aus?

Folgende Ideen hatte ich:
1) Die marktübliche Miete (oder 50%) werden gegen den Kindesunterhalt anrechnen?
2) Der Kindesunterhalt um 20% reduziert (,da ich irgendwo gelesen hatte, dass im Kindersunterhalt 20% Wohnkosten enthalten sind)?


Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Überlegung zur Herabsetzung des Kindesunterhaltes ist nachvollziehbar. Die von Ihnen genannten 20% ist der Wohnkostenanteil beim Kindesunterhalt.

Zur Frage des Abzugs des 20%igen Wohnkostenanteil beim Kindesunterhalt ist Ihr Ansatz meines Erachtens zwar durchaus annehmbar, steht aber leider nicht im Einklang mit der bisherigen Rechtsprechung.

Nach der Rechtsprechung kommt ein Abzug nicht in Betracht. Auch nicht über das Existenzminimum. Neuste Rechtsprechung, die eine andere Auffassung vertritt, ist mir nicht bekannt.

Ich halte den Ansatzpunkt des Abzuges zwar für gerechtfertigt, aber letztlich ist nicht vorhersehbar, wie die Gerichte dieses entscheiden werden. Wenn, wie hier, das Kind in der im Miteigentum beider Elternteile stehende Eigentumswohnung mit der Mutte, kommt nach meinem Dafürhalten zumindest ein anteiliger Abzug ist Betracht. Den Abzug der 20% würde ich schon deswegen nicht annehmen, weil Sie Miteigentümer sind und zudem die Verbrauchskosten nach wie vor bestehen. Es könnte daher nach meiner Meinung ein Abzug von 10% angemessen.

Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung sind die Chancen nach der derzeitigen mir bekannten Rechtsprechung nicht sonderlich aussichtsreich.

Ein Abzug wegen der marktüblichen Miete kann nicht gegengerechnet werden. Das folgt schon daraus, dass pauschal die Wohnkosten in Höhe von 20% im Kindesunterhalt enthalten sind; dann kann aber auch nicht mir der marktüblichen Miete argumentiert werden.

Da Sie aber Miteigentümer der Wohnung sind, haben Sie gegen die Ex-Frau einen Anspruch auf Nutzungsentschädigung, da diese Ihren häftigen Anteil nutzt. Daran könnte hier auch gedacht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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