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Anrechnung Zusatzverdienst auf Unterhalt


22.07.2005 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Guten Tag,

ich lebe seit April 2005 von meinem Mann getrennt und habe zwei Kinder, von denen meine 18-jährige Tochter bei mir lebt und mein 16-jähriger Sohn bei seinem Vater.

Da ich halbtags arbeite und mein Mann ganztags, erhalte ich einen geringfügigen Unterhalt von ihm, der mit meinen Unterhaltsverpflichtungen gegenüber meinem Sohn verrechnet werden. Meine Tochter erhält ebenfalls Unterhalt von meinem Mann. Ich habe eine relativ gut bezahlte Stelle - verdiene etwas mehr als die Hälfte des Betrages, den mein Mann mit einer Vollzeitstelle erhält.

Ich bekam von meinem Arbeitgeber nun das Angebot, eine Vertretung zu übernehmen und meine Stelle befristet von September 2005 bis Dezember 2005 auf eine Vollzeitstelle aufzustocken. Dann würde ich allerdings für einen Zeitraum von 4 Monaten mehr verdienen als mein Mann. Da mir durch den Umzug hohe Kosten entstanden sind und ich noch Privatschulden bei Freunden abzutragen habe, käme mir ein Zusatzverdienst sehr gelegen.

Meine Frage an Sie: lohnt sich das für mich, oder zahle ich womöglich noch drauf, wenn ich vorübergehend mehr als mein Mann verdiene? Wird der Unterhalt für die entsprechende Zeit neu berechnet werden müssen, oder kann ich meine Privatschulden hierbei geltend machen?

Besten Dank für eine schnelle Auskunft!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.


Grundsätzlich sind bei der Berechnung des Unterhalts die eigenen Einkünfte des Unterhaltsberechtigten anzurechnen. Wenn Sie also in diesen Monaten sogar mehr als ihr Mann verdienen, wird er sich, sofern er davon Kenntnis erhält, zu Recht fragen, warum er Ihnen überhaupt (für diese Zeit) Unterhalt bezahlt. Allerdings müssen Sie Ihr Einkommen nicht ohne vorherige Aufforderung offen legen. Grundsätzlich kann der Unterhaltsverpflichtete nicht vor Ablauf von 2 Jahren erneut Auskunft verlangen. Es wird daher auch darauf ankommen, auf welcher Grundlage die Unterhaltsvereinbarung getroffen wurde. Wenn diese nur auf einer unverbindlichen Absprache beruht, und nicht tituliert ist, wird Ihr Mann eine Neuberechnung des Unterhaltes verlangen können. Ob sich die besserbezahlte Stelle dann noch für Sie lohnt, oder ob Sie ggf. auch Ihre Schulden anrechnen lassen können, kann aber ohne genaue Kenntnis der Zahlen und Daten an dieser Stelle nicht gesagt werden. Dies sollten Sie anwaltlich vor Ort überprüfen lassen.

Ich hoffe dennoch, Ihnen mit meiner Auskunft geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
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