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Anrechnung Aufenthaltzeit zur Einbürgerung

16.08.2017 11:57 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


15:26

Zusammenfassung:

Erfüllung von Aufenthaltszeiten zur Berechnung der Voraussetzungen für eine Einbürgerung eines Ausländers

Ich habe folgendes Problem:

Tatsachen:
06/12/2010-31/01/2011 = gem. §18 Abs.4 Satz 1 AufenthG (Arbeitnehmer bei Firma X), Aufenthalt in Deutschland
01/02/2011-28/02/2011 = gem. §18 Abs.4 Satz 1 AufenthG (Arbeitnehmer bei Firma X), Aufenthalt in Ausland, Ein Monat RemoteOffice vereinbart (gekündigt bei Firma X am 28.02.2011 während in Ausland RemoteOffice)
01/03/2011-03/06/2011 = Aufenthalt im Ausland, keine Aufenthalt in Deutschland, Keine Arbeit
03/06/2011-07/07/2011 = Aufenthalt in Deutschland ohne Arbeit, Arbeitslos nicht angemeldet
07/07/2011-31/11/2011 = gem. §18 Abs.4 Satz 1 AufenthG (neue Arbeitnehmer bei Firma Y)
01/01/2012-31/10/2012 = Eine Arbeitspause verabredet bei Firma Y aufgrund DoktorStudium vorbeiraten, das heißt keine Einkommen, Keine Steuer, Keine Sozialbeiträge geleistet während dieser Zeitraum, Teilweise Aufenthalt im Ausland und Deutschland, Arbeitslos nicht angemeldet, mit eigene gesparten Geld durchgelebt.
01/11/2012- bis Heute= Nicht geklappt mit DoktorStudium so wieder bei Firma Y beschäftigt als Arbeitnehmer gem. §18 Abs.4 Satz 1 AufenthG , Blaukarte und jetzt NE nach gem. 19A Abs.6s , Aufenthalt in Deutschland ganzer Zeitraum

Mein Frage ist -> Wie viele erforderliche Aufenthaltsdauer / Monaten von oben genannte Tatsachen zum Anspruch auf Einbürgerung angerechnet werden ?

16.08.2017 | 12:58

Antwort

von


(1777)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die normale Ermessenseinbürgerung erfordert einen Mindestaufenthalt von acht Jahren.

Weist ein Ausländer durch die Bescheinigung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs nach, wird die Frist auf sieben Jahre verkürzt. Bei Vorliegen besonderer Integrationsleistungen, insbesondere beim Nachweis von Sprachkenntnissen, die die Voraussetzungen übersteigen, kann sie auf sechs Jahre verkürzt werden.

Nach einer Unterbrechung des Aufenthalts können frühere Aufenthalte im Inland bis zur Hälfte der geforderten Aufenthaltsdauer angerechnet werden, soweit ihnen integrationsfördernde Bedeutung zukommt, insbesondere durch Arbeit, Studium, selbstständiger Tätigkeit etc.

Auch mehrere Auslandsaufenthalte bis zu sechs Monaten innerhalb der acht Jahre rechtmäßigen gewöhnlichen Inlandsaufenthalts sind grundsätzlich nicht als Unterbrechungen des rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalts im Inland zu berücksichtigen.

Das sollte bei Ihnen für die Zeit 6.12.10 - heute wahrscheinlich komplett angerechnet werden können, wenn Sie Deutschland 2012 nicht über ein halbes Jahr verlassen haben.

Die kurzfristige Arbeitslosigkeit dürfte da aller Voraussicht nach nicht schaden.

Sie können dieses auch von der Ausländerbehörde jetzt prüfen lassen, um einen Antragstermin zu fixieren.

Das ist vor allem wichtig hinsichtlich der Anerkennung Ihrer Integrationsleistungen durch Arbeit und Sprachkenntnisse, um eine Verkürzung auf sieben oder gar sechs Jahre zu erhalten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 16.08.2017 | 13:30

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

>>Das sollte bei Ihnen für die Zeit 6.12.10 - heute wahrscheinlich komplett angerechnet werden können, wenn Sie Deutschland >>2012 nicht über ein halbes Jahr verlassen haben

Können Sie bitte gesetzt Referenz für oben genannte feststellung erwähnen sodass ich weiter lesen kann.

Ich denke nicht dass Ich mehr als Sechs Monaten in Jahr 2012 verlassen habe, Auf jeden Fall müß ich mein Reisepass Einstempeln kontrollieren. In der Fall wenn ich mehr als Sechs Monaten in Ausland in jahr 2012 gewesen bin, Welche Konsequenzen auftreten werden und Wie viel Zeit/Monaten sollte erfolgreiche Aufenthalt zum Anspruch auf Einbürgerung verkürzen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.08.2017 | 15:26

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte Ihnen gerne wie folgt:

Das ergibt sich aus dem Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG), § 12b

"(1) Der gewöhnliche Aufenthalt im Inland wird durch Aufenthalte bis zu sechs Monaten im Ausland nicht unterbrochen. Bei längeren Auslandsaufenthalten besteht er fort, wenn der Ausländer innerhalb der von der Ausländerbehörde bestimmten Frist wieder eingereist ist. Gleiches gilt, wenn die Frist lediglich wegen Erfüllung der gesetzlichen Wehrpflicht im Herkunftsstaat überschritten wird und der Ausländer innerhalb von drei Monaten nach der Entlassung aus dem Wehr- oder Ersatzdienst wieder einreist.
(2) Hat der Ausländer sich aus einem seiner Natur nach nicht vorübergehenden Grund länger als sechs Monate im Ausland aufgehalten, kann die frühere Aufenthaltszeit im Inland bis zu fünf Jahren auf die für die Einbürgerung erforderliche Aufenthaltsdauer angerechnet werden.
(3) Unterbrechungen der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts bleiben außer Betracht, wenn sie darauf beruhen, dass der Ausländer nicht rechtzeitig die erstmals erforderliche Erteilung oder die Verlängerung des Aufenthaltstitels beantragt hat."

Nach Absatz 2 könnten Sie also selbst bei über sechs monatiger Abwesenheit die vorherige Aufenthaltsdauer anrechnen lassen, plus die nach der Wiedereinreise.

Was im Einzelnen anerkennungsfähig ist für eine Verkürzung (nur sechs oder sieben Jahre statt acht Jahre), kann ich leider hier nicht abschließend prüfen, da dann der konkrete Aufenthalt im Einzelnen genau angesehen werden müsste, was hier den Umfang verlassen würde. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Ich stehe Ihnen aber gerne im Wege einer Direktanfrage zur Verfügung, unter Anrechnung des bisher hier gezahlten Honorars .

Ich hoffe Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen Daniel Hesterberg Rechtsanwalt

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