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Anordnung von Dienstreisen

12.02.2016 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Überschreitung der vereinbarten Dienstreisen; Kündigungsmöglichkeit und nachträgliche Beantragung der Elternzeit

Ich arbeite arbeite als Kindermädchen in einem Privathaushalt. Ich habe in meinem Arbeitsvetrag stehen, dass ich die Familie "ungefähr 75 Tage im Jahr" auf Reisen begleiten soll. Diese Anzahl von Tagen wurde überschritten - es sind bisher 83. Jetzt werden weitere 9 verlangt.

Gibt es eine Definition für "ungefähr" - könnte man ungefähr 75 auch als 92 Tage auslegen? Hat der Arbeitgeber das Recht, noch 9 weitere Tage zu verlangen?

Mir wird die Reiserei zu viel und ich möchte gern kündigen und zwei Monate Elternzeit nehmen (mein Sohn wird im Dezember 3). Wie muss ich vorgehen - erst kündigen, dann Elternzeit einreichen, oder umgegehrt? Meine Kündigunsfrist beträgt sechs Monate, und zum Ende dieser möchte ich in Elternzeit gehen.

12.02.2016 | 14:02

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Grundlage für die Maßnahme ist das Direktionsrecht des Arbeitgebers. Wenn der Arbeitgeber die Dienstreise für eine im betrieblichen Interesse durchgeführte Reise hält und demgemäß anordnet, ist die Maßnahme nicht zu bemängeln.
Ihr Arbeitsvertrag enthält eine Anzahl an Dienstreisen die zwischen Ihnen als vereinbart gelten. Dies kann aber auch an Minimum gewertet werden. Zudem darf die Anzahl der Reisen bei betrieblichem Interesse überschritten werden.

Elternzeit beantragen Arbeitnehmer bei ihrem Arbeitgeber. Der Antrag muss diesem spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit vorliegen. Da für Mütter in der Regel bis acht Wochen nach der Geburt der Mutterschutz gilt, beginnt für sie die Elternzeit erst danach. Mütter müssen demnach ihren Antrag auf Elternzeit spätestens eine Woche nach der Geburt bei ihrem Arbeitgeber einreichen. Ich denke somit nicht, dass für Sie noch die Möglichkeit haben in Elternzeit zu gehen.
Die Mutterschutzregelung sieht vor, dass eine Mutter im Angestelltenverhältnis in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung und in den acht Wochen nach der Geburt (bei Mehrlingsgeburten gelten längere Fristen) einem Beschäftigungsverbot unterliegt. Während dieser Zeit kann sie finanzielle Leistungen (Mutterschaftsgeld der Krankenkassen, Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld, Mutterschutzlohn) beanspruchen, die allerdings mit dem Elterngeld verrechnet werden. Das bedeutet für den Elterngeldbezug zum Beispiel: Man kann nicht Elterngeld und Mutterschaftsgeld gleichzeitig beziehen.
Nicht desto trotz möchte ich Ihnen mitgeben, wie der Antrag auszusehen hat:
Der Antrag die Absenderangaben enthalten, eine Anrede sowie den Zeitraum mit genauem Datum, von wann bis wann der Arbeitnehmer Elternzeit nehmen möchte.

Eine Kündigung ist Ihnen unbenommen. Sie benötigen, im Gegensatz zum Arbeitgeber, keinen Grund dafür.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

RA M. Wübbe


Rechtsanwalt Michael Wübbe

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