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Annahme des Geburtsnamens nach Scheidung - auch trotz neuer Ehe?

| 13.08.2020 22:07 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Abend,

wie ist es bitte in folgender Situation?

Frau Eins hat bei Ihrer Eheschließung mit Herrn Zwei den Namen Zwei angenommen.

Sie wurde dann von Herrn Zwei geschieden und den Namen Zwei erstmal behalten.

Nun hat sie im weit entfernten Ausland erneut geheiratet - nach muslimischen Recht. Die neue Ehe ist in Deutschland (noch) nicht anerkannt, dies wurde auch noch nicht beantragt. In der neuen Ehe hat jeder seinen Namen behalten. Es handelt sich (noch) um eine Fernbeziehung. Jeder wohnt noch im eigenen Land.

Nun will Frau Eins nicht mehr Zwei heißen, sondern wieder den Namen Eins annehmen. Sie ist jedoch im Ausland verheiratet und beim deutschen Standesamt sagte man ihr, dass sie ihren Geburtsnamen (Eins) nicht annehmen kann, weil sie verheiratet ist.

Stimmt diese Aussage des Standesamts? Wenn ja, wo steht das?

Vielen Dank für eine Antwort.

14.08.2020 | 00:18

Antwort

von


(707)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Geburtsname kann nur angenommen werden, wenn beide Eheleute in der neuen Ehe (noch) keinen Ehenamen bestimmt haben. Hat also die Frau als Ehenamen "zwei" behalten, so müsste sie sich erneut scheiden lassen.

Allerdings könnte sie einen Antrag nach §3 Abs.1 NamÄndG stellen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dies müsste dann begründet werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 16.08.2020 | 10:56

Danke für die Antwort.

Es wurde kein Ehename bestimmt, da im Ausland nach islamischen Recht geheiratet wurde. Dort behält wohl jeder seinen Namen. Der Name Zwei wurde behalten, aber nur von Frau Zwei. Der andere Ehepartner hat den Namen Zwei nicht angenommen.

Meine Frage war auch, wo das steht, dass die Frau den Geburtsnamen nicht mehr annehmen kann, wenn Zwei schon als Ehename bestimmt wurde.

Vielen Dank für Ihre Mühe

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.08.2020 | 13:06

Wenn Sie schreiben, dass kein Ehename bestimmt wurde, dann ist auch die Namensänderung - wie ich schrieb - bei bestehender Ehe möglich. Dafür müssen Sie in Ihrem Antrag das jedoch dem Standesamt nachweisen und beweisen, dass keine Bestimmung eines Ehenamens (nach muslimischen Recht) im Ausland stattgefunden hat.

§§12 , 1355 BGB sowie i.V.m. NamÄndG sowie den Verwaltungsvorschriften.

Dabei handelt es sich jedoch um rechtliche Grundsätze, die anhand der Rechtsprechung auszulegen sind - das werden Sie also als Laie nicht nachlesen können.

Ich empfehle immer die Ausführungen des Standesamtes Neuwied:
https://www.neuwied.de/fileadmin/inhalte/standesamt/Merkblaetter/Merkblatt_Namensaenderung-Verheirateten.pdf

Bewertung des Fragestellers 16.08.2020 | 22:11

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