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Annahme des Geburtsnamens macht Flugbuchung nichtig?


26.06.2007 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Sehr geehrte Frau Anwältin,
sehr geehrter Herr Anwalt,

ich habe mit meiner Lebensgefährtin bei einem privaten Reiseveranstalter eine Reise nach Kanada gebucht. Diese umfasst die Beförderung (Flug mit namhafter deutscher Linienfluggesellschaft) und die Unterbringung. Nach meinem Verständnis handelt es sich somit um eine Pauschalreise.

Seit der Buchung hat meine Lebensgefährtin ihren Geburtsnamen wieder angenommen, dieser weicht damit von jenem Namen ab, der auf der Reiseanmeldung angegeben war. Dies teilte ich vorsorglich auch dem Reiseveranstalter mit, damit dieser die Reiseunterlagen (u.a. Flugtickets) auf den richtigen Namen ausstellen könne.

Die Antwort kam überraschend: eine Änderung des Namens sei, obgleich das Flugticket noch nicht ausgestellt ist, nicht möglich, da dies generell bei Linienflügen unmöglich sei. Bei Änderung des Namens im Buchungssystem würde die Buchung storniert werden. Als einzige Alternative gäbe es die Möglichkeit, einen neuen Flug für zusätzlich EUR 425,00 zum ursprünglichen Reisepreis zu buchen. Dies müsse sofort geschehen.

Die Reisebedingungen des Veranstalters, bei dem direkt gebucht wurde, enthalten keine solchen Bedingungen. Auch wurde ich weder bei der Buchung noch im Reisevertrag darauf hingewiesen.
Abweichend enthalten die Reisebedingungen sogar eine Möglichkeit, einen ganz anderen Reiseteilnehmer als Ersatz einzusetzen. Auch in diesem Abschnitt wird die Auswirkung auf Linienflüge nicht erläutert.

Die Reise soll am 1. August 2007 beginnen und muss zum 1. Juli 2007 bezahlt werden. Die Zeit rennt davon.

Ist der Veranstalter im Recht? Welche Möglichkeiten habe ich, um noch zum vereinbarten Reisepreis zu reisen?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich richtet sich hier die rechtliche Lage nach zwei Dingen. Bei Online-Buchungen sind solche Namensänderungen in der Tat meist nicht mehr durchführbar.
Die Auskunft solche Änderungen sind bei Linienflügen generell nicht möglich hingegen ist definitiv falsch.
Dies variiert von Veranstalter zu Veranstalter.

Ob eine solche Änderungen in Ihrem Fall erlaubt sind richtet sich nach den AGB`s des Veranstalters. Diese müssen Sie überprüfen.
Als Beispiel füge ich Ausschnitte aus den AGB`s der LTU bei, in welchen eine Namensänderung gegen eine Gebühr ermöglicht wird.

5. Umbuchungen / Änderungen

5.2.
Umbuchungen müssen LTU schriftlich, fernschriftlich oder fernmündlich unter Angabe der Buchungsnummer vor dem Abflugtag während der Geschäftszeiten (Mo. bis Fr. 09.00 bis 19.00 Uhr und Sa. 10.00 bis 13.00 Uhr) an die auf der Buchungsbestätigung / Rechnung angegebene Adresse, bzw. Telefon- oder Telefaxnummer mitgeteilt werden.
5.6.
Änderungen des Namens einer bereits angemeldeten Person (Namensänderungen) müssen entsprechend Ziffer 5.2. mitgeteilt werden. Für jede Namensänderung wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von € 30,00 erhoben.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.06.2007 | 20:35

Sehr geehrter Herr Kienhöfer,

Ihre Antwort hilft mir leider noch nicht. Ich hatte schon im Fragetext geschrieben, dass die Reisebedingungen (AGBs im Sinne des BGB) keine solche Vorschrift beinhalten.
Die Bestimmungen der Fluggesellschaft selbst können auf mich - soweit ich informiert bin - nicht angewendet werden, da diese nicht Bestandteil meines Reisevertrages mit dem Veranstalter sind, mir nicht zur Kenntnis gegeben wurden und auch sonst nicht in den Vertrag einbezogen wurden.
Mich interessiert, welche Möglichkeiten ich nun habe, die Erfüllung des Reisevertrages durchzusetzen, ohne Mehrkosten hinnehmen zu müssen.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.06.2007 | 21:27

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie schreiben in Ihrer Frage, dass der Nachteil der Namensänderung in der Buchung eines zusätzlichen Fluges liegt. Somit geht es meines Erachtens doch nur um die Umbuchung des Fluges, welche Ihr Reiseveranstalter bei der Fluggesellschaft für Sie vornehmen müsste. Ob diese Umbuchung bei Namensänderung geht richtet sich ja dann wieder nach den AGB`s der Fluggesellschaft. Weisen Sie Ihren Reiseveranstalter doch bitte daraufhin, dass die Information bzgl. der automatischen Stornierung bei Linienflügen falsch ist. Auch sollten Sie Ihren Reiseveranstelter auffordern schriftlich zu begründen, warum diese Umbuchung nicht gehen sollte.
Des weiteren rate ich Ihnen parallel dazu bei der Fluggesellschaft direkt nachzufragen. Auch würde ich Ihrem Reiseveranstalter drohen, ganz vom Reisevertrag zurückzutreten(aufgrund schlechter Beratung und einer vertraglichen Nebenpflichtverletzung des Reiseveranstalters).

Ich wünsche Ihnen viel Glück.

Mit freundlichen Grüßen

RA Kienhöfer

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