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Anmeldung am neuen Wohnsitz

03.08.2016 10:14 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Anmeldung des Hauptwohnsitzes beim Einwohnermeldeamt durch Vorlage einer Vollmacht

Meine 22-jährige Tochter war bislang mit (Erst-) Wohnsitz am Sudienort in Münster gemeldet. Zum 31.7. hat sie sich dort abgemeldet, da sie zu diesem Termin ihr WG-Zimmer gekündigt hat. Sie hat auf der dortigen Meldebehörde angegeben, dass sie jetzt 3 Monate Urlaub in Australien verbringen wird.

Zum 01.08. wollte sie wieder zu mir (Mutter) nach K. ziehen. Hier hat sie auch ein Zimmer, in welchem sich jetzt ihr Hab und Gut befindet.

Allerdings flog sie genau am 01.08. für 3 Monate nach Australien, sodaß sie die Anmeldung in K. nicht selbst vornehmen konnte. Sie gab mir vielmehr 1. eine Generalvollmacht, dass ich sie u.a. auch in sämtlichen Behördenangelegenheiten vertreten darf und 2. eine schriftliche Willenserklärung, dass sie ab 01.08. ihren Wohnsitz bei mir begründen möchte und ich sie auf dem Einwohnermeldeamt in K. anmelden soll.

Dort war ich nun, doch man hat mich in äußerst unfreundlichem Ton belehrt, ich könne - auch mit Generalvollmacht und schriftlicher Willenserklärung meiner Tochter - diese nicht mit neuem Wohnsitz unter meiner Adresse anmelden. Eine Anmeldung sei nur und ausschließlich persönlich möglich. Auf die vorgelegten Vollmachten hat die Gemeindemitarbeiterin nicht mal einen Blick geworfen.

Nun hat meine Tochter anscheinend offiziell für die nächsten 3 Monate keinen Wohnsitz in Deutschland, was ja aber nicht der Tatsache entspricht, denn in meinem Haus hat sie ihr Zimmer.

Ich kann nicht glauben, dass die Dame auf dem Einwohnermeldeamt Recht hat. Im Internet las ich u.a.: "sollte man innerhalb der ersten 7 Tage nach einer Abmeldung nicht persönlich beim Meldeamt vorbeischauen können, dürfe auch eine bevollmächtigte Person mit der Ummeldung beauftragt werden.

Was stimmt nur? Habe ich wirklich keine Chance, meine Tochter mit Wohnsitz unter meiner Adresse anzumelden?
03.08.2016 | 13:16

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Frage kann ich anhand des mir vorliegenden Sachverhalts wie folgt beantworten:

1. Generelle Unterlagen bei einer Um- bzw. Anmeldung
In der Regel fordern bundesweit alle Einwohnermeldeämter folgende Unterlagen, wenn der Hauptwohnsitz umgemeldet werden soll:

- das jeweilige Anmeldeformular
- Mit Inkrafttreten des Bundesmeldegesetzes am 01.11.2015 ist die Vorlage - einer Wohnungsgeberbestätigung zwingend erforderlich.
- Bundespersonalausweis (sofern vorhanden) und/oder Reisepass
- eine persönliche Anwesenheit ist nicht erforderlich (dazu sogleich)

Sofern ein Kfz vorhanden ist:
- die Zulassungsbescheinigung Teil 1 (ehemals Kfz-Schein) zur Anschriftenänderung.

2. Persönliche Anwesenheit
Die Auskunft der Sachbearbeiterin ist nicht nachvollziehbar. Hierzulande besteht zwar eine Meldepflicht. Die Anzeigepflicht einer Wohnsitzänderung ist der per Gesetz begründete Zwang eine Wohnungsanmeldung vorzunehmen. Grundlage bildet das Bundesmeldegesetz (BMG). Dort heißt es in §17, Absatz 1: „Wer eine Wohnung bezieht, hat sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bei der Meldebehörde anzumelden."

Die Anmeldung nach Wohnsitzänderung wird in der Regel persönlich vorgenommen. Allerdings kann Ihre Tochter auch Sie mit der Angelegenheit bevollmächtigen. Hierzu ist eine Vollmacht notwendig, die die Art des Meldevorgangs aufführt, die persönlichen Daten Ihrer Tochter sowie Ihre Personendaten, inkl. Ort, Datum und Unterschrift.

Weisen Sie also die Sachbearbeiterin bzw. den Sachbearbeiter auf diesen rechtlichen Umstand hin. Eine Anmeldung ist nicht nur ausschließlich persönlich möglich.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Reckling
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verwaltungsrecht


ANTWORT VON

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