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Anmeldung 1. Staatsexamen (Jura)

25.03.2018 23:51 |
Preis: 40,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mich für die diesjährige Oktober-Kampagne zum ersten juristischen Staatsexamen anmelden.

Voraussetzung dafür ist u.a., die Aushändigung des Schwerpunkt-Zeugnisses, welches mir allerdings noch nicht vorliegt, da ich abschließend noch die BZQ-Qualifikation (Fremdsprachenkenntnis) nach der Prüfungsordnung 2008 nachweisen müsste.

Nach zweimaliger erfolglos versuchter Anmeldung zu einem entsprechenden Kurs, habe ich nun zunächst erst einmal ein Repetitorium besucht.

Nun meine Frage, ob Ihnen bekannt ist, dass es unter Umständen auch Ausnahmeregelungen (Alter, Krankheit etc. ?) gibt, die o. a. Qualifikation später nachzuweisen?

Grds. habe ich natürlich keine Vorbehalte einen solchen Nachweis einzureichen und sehe es für die Zukunft natürlich nur als förderlich an, entsprechende Kenntnisse vorweisen zu können.

Allerdings sind die Plätze bei diesem externen Anbieter arg begrenzt und es kommt in hohem Maße auf Glück und Schnelligkeit an, ob ein solcher Platz ergattert wird und die Anmeldung innerhalb einer Minute wieder für ein halbes Jahr bis zur nächsten Anmeldung geschlossen ist.

Nach der schriftlichen Ablegung des Examens bis zu Wartezeit zur mündlichen Prüfung würde meines Erachtens noch genügend Zeit bestehen, den Nachweis entsprechend nachzureichen.

Dazu könnte man ggf. einen Vergleich zur Bewerbung zur Polizei heranziehen. In diesem Bereich muss man spätestens ein halbes Jahr nach der Einstellung, den Führerschein nachweisen.

Freundliche Grüße

B.S.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen (JAO) i. d. F. v. 05. Oktober 1998 (frühere Fassung, für Altfälle) Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen (JAO) in der Fassung vom 5. Oktober 1998 (GVBl. S. 283), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. November 2002 (GVBl. S. 346), gilt (falls Sie da nicht studieren, in Berlin, oder eine andere Prüfungsordnung nach Ihrer Ansicht gilt, dann sagen mir Bescheid, im Rahmen der kostenlos vorhandenen Möglichkeit der Nachfragefunktion, siehe unten. Allerdings gilt da sinngemäß das Gleiche aller Voraussicht nach):

§ 4
Zulassungsverfahren

"(1) Dem Antrag auf Zulassung zur ersten juristischen Staatsprüfung sind ein Lebenslauf sowie die Nachweise der Zulassungsvoraussetzungen beizufügen. Der Nachweis der Studiendauer wird regelmäßig durch das Studienbuch geführt; bestehen Anhaltspunkte, dass der Bewerber das Studium der Rechtswissenschaft vor dem dokumentierten Zeitpunkt aufgenommen hat, kann das Justizprüfungsamt weitere Nachweise verlangen. Der Nachweis der Übungen, Seminare und sonstigen Lehrveranstaltungen wird durch Bescheinigungen über den Leistungserfolg und der Nachweis des Praktikums durch Tätigkeitsbescheinigungen geführt. Falls die erforderlichen Urkunden nicht vorgelegt werden können, kann der Nachweis ihres Inhalts auf andere Weise erbracht werden. Der Bewerber kann ferner Zeugnisse, die sich auf seinen Studiengang beziehen, sowie Arbeiten, die er während der Studienzeit angefertigt hat, beifügen. [...]"

Die §§ 5 ff. nennen da weiteres zu den Fächern.

Ausnahmen wegen besonderer Gründe (Krankheit etc.) gibt es da nur für die Prüfung an sich.

Nichtsdestotrotz kann und sollte das beantragt werden, da auch in diesem Bereicht Ausnahmen denkbar sind, jedenfalls in besonders begründeten Ausnahmefällen.

Da kann man in der Tat vergleichbare Regelungen entsprechend heranziehen.

Allerdings wird man sagen müssen, dass, wie auch in vergleichbaren Prüfungsordnung, der Anwendungsbereich leider sehr eingeschränkt sein dürfte. Denn das Zulassungsverfahren ist streng geregelt und lässt Ausnahmen nur ganz selten zu.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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