Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anmelden Insolvenz


24.01.2007 12:21 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Der Firma meiner Cousine geht es trotz größter Anstrengung sehr schlecht. Wenn sie ihre Sachwerte und Versicherungen auf die Schulden anrechnet, verbleibt ca. eine Summe von 150.000€, die sie der Bank schuldig bleiben wird. Es ist keine GmbH, sie hat nur ein Gewerbe angemeldet.

Privates Vermögen ist nicht vorhanden, sie wohnt zur Miete und hat auch sonst kein Vermögen. Wie geht die Bank hier vor? Gibt es Literatur zu diesem Thema?
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Allein um eine etwa drohende Verjährung zu verhindern, wird die Bank ihre Forderung zunächst fällig stellen und dann einen Mahnbescheid gegen die Schuldnerin beantragen. Legt die Schuldnerin hiergegen keinen Widerspruch ein, ergeht ein Vollstreckungsbescheid, aufgrund dessen 30 Jahre lang die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann. Im Rahmen der Vollstreckung kann die Schuldnerin zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung gezwungen werden. Die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung wird dann in das öffentliche Schuldnerverzeichnis eingetragen. Sollte die Schuldnerin bereits vor Begründung der Kreditverbindlichkeit eine eidesstattliche Versicherung abgegeben haben, wird die Bank die Möglichkeit haben, wegen des dann vorliegenden Eingehungsbetruges gem. § 263 StGB einen Strafantrag zu stellen.

Schließlich könnte die Bank bei offenkundiger Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag gegen die Schuldnerin stellen. Zur Erlangung der Restschuldbefreiung muss die Schuldnerin dann einen Eigenantrag auf Insolvenzeröffnung und mit diesem zusammen einen Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung stellen. Führt bereits der Gläubigerantrag zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens, könnte die Schuldnerin keinen Eigenantrag mehr stellen. - Falls mit der Bank keine akzeptable Lösung zwecks Schuldenregulierung herbeigeführt werden kann, wird der Schuldnerin angeraten werden müssen, ein Regelinsolvenzverfahren zu beantragen. Im Übrigen existieren zu dem Thema „Schulden / Insolvenz“ zahlreiche Veröffentlichungen, ggf. wird Ihnen das Buch „Der Gläubiger-K.O.“ von Benno von Urbanowski empfohlen werden können.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER