Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anlegung/Befestigung einer Böschung


| 19.06.2006 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben 2004 ein EFH im Saarland gebaut. Unser Bauträger hatte damals einen Höhenprofilplan vom ursprünglichen Gelände erstellt. Etwas später wurde das Nachbargrundstück bebaut. Unsere Gärten grenzen nun aneinander. Um das Niveau unserer Zufahrtstraße zu erreichen, mussten wir Erde abtragen lassen; unser Nachbar hat auf seinem Gelände Erde aufgeschüttet. Somit ist an der gemeinsamen Grenze eine Böschung entstanden. Die Böschung ist nun ca. 2 m hoch. In diesem Hang liegt ein Grenzstein auf einer Höhe von ca. 1,30 m. Dieser Grenzstein war bereits bei Absteckung unseres Grundstückes vorhanden. Wir wollen nun unser Grundstück mit einem Zaun einfrieden. Diesen Zaun wollen wir auf der Höhe des Grenzsteins errichten. Die Böschung unterhalb dieses Grenzsteins (wo wir abgetragen haben) befestigen wir. Die Böschung oberhalb des Grenzsteins (wo unser Nachbar aufgeschüttet hat), müsste eigentlich er befestigen. Ist dies zutreffend und wenn ja, wie hoch können wir unseren Zaun machen? Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Soweit ich Sie verstanden habe, liegt die von Ihnen bezeichnete Böschung auf der gemeinsamen Grenze und läuft auch die ganze Grenze entlang. Da die Böschung durch ab- und auftragen von Erde entstanden ist, möchten Sie wissen, wer für die Befestigung der Böschung zu sorgen hat.

Zunächst ist es so, dass das für Sie maßgebliche saarländische Nachbarrechtsgesetz vorsieht, dass derjenige, der Bodenerhöhungen vornimmt, die über die Bodenhöhe des Nachbargrundstücks hinausreichen, dafür sorgen muss, dass das Nachbargrundstück nicht beschädigt wird. In Ihrem Fall würde dies bedeuten, dass Ihr Nachbar bis zur Grenze für die Befestigung der Böschung sorgen muss.
Aber auch, wenn man Sie beide als „Verursacher“ der Böschung ansieht, sind Sie sich gegenseitig auch zu gleichen Teilen bzw. anteilig dazu verpflichtet, diese Böschung zu befestigen. Insofern kann ich Ihnen nach Ihrer Schilderung insoweit zustimmen, als dass Sie bis zum Grenzstein und Ihr Nachbar oberhalb dessen zur Befestigung beitragen muss.

Die Höhe des Einfriedungszaunes richtet sich nach den ortsüblichen Gegebenheiten. Nur wenn sich eine solche ortsübliche Einfriedung nicht ermitteln lässt, sieht das Gesetz vor, dass ein 1,2m hoher Zaun aus festem Maschendrahtzaun als ortsüblich angesehen wird. Insofern müssten Sie sich bei Ihren Nachbarn umschauen und ggf. auch mit Ihrem direkten Nachbarn reden.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen weiter geholfen zu haben. Im Rahmend r einmaligen Nachfragefunktion stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Nicole Maldonado
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle Antwort - versuchen nun unser Glück.
Vielen Dank. "